Bezirk Perg
Welcher Chili stellt alle in den (Nacht)Schatten?

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Sei Scharfmacher: Probe vom selbst angebauten Chili einsenden und analysieren lassen.

BEZIRK PERG. Die BezirksRundschau und die HTL Wels suchen den schärfsten Chili des Landes. Die eingesendeten Früchte des Nachtschattengewächses werden wissenschaftlich analysiert. Die Besitzer der schärfsten Exemplare aus allen Bezirken erhalten von den oö. Gärtnern Gutscheine im Wert von 100 Euro, der Landessieger zusätzlich zehn Messungen in den Labors der HTL Wels.
Auch Markus Mistlberger schickt heuer wieder eine Probe seiner schärfsten Frucht ein. Der Luftenberger schaffte es voriges Jahr mit der "Carolina Reaper" zum Bezirkssieger. Seine Schoten, die er im Februar angebaut hat, sind jetzt noch grün. Ernten wird er wahrscheinlich Ende September. "Wenn sie komplett reif sind, nimmt die Schärfe sogar wieder ein bisschen ab", erklärt er. 15 verschiedene Sorten hat der leidenschaftliche Chiligärtner angebaut, früher waren es sogar einmal um die 40. Mistlberger weiß aus leidvoller Erfahrung: "Man muss vorsichtig sein beim Verarbeiten. Das geht sogar durch die Handschuhe durch." Im Internet hat er sich schon über den einen oder anderen Trick informiert, um den Chilis noch mehr Feuer zu entlocken. "Oft ist es gut, wenn man sie nicht zu viel gießt", verrät der Luftenberger.

Chilis sind scharfe Paprika

Dass der Chili-Anbau für viele Männer interessant ist, kann Bezirksgärtnermeister Sebastian Sandner bestätigen. Der Experte informiert: "Chili gehört zur Pflanzengattung der Paprika. Also einfach ausgedrückt ist der Chili eine scharfe Paprika." Auch wenn man von Schoten spricht, handelt es sich beim Chili eigentlich um eine Beere. Die Schärfe wird in der Messeinheit Scoville angegeben.

Selbst Chilis anbauen: So gelingt es

Das Saatgut – im ausgewählten Handel oder bei Liebhabern erhältlich – legt man am besten Mitte Februar in eine nicht zu kalkhaltige Anzuchterde ein. Die mäßig durchnässte Erde wird an einen Platz mit einer Temperatur zwischen 20 und 30 Grad Celsius gestellt. Nach etwa zwei Wochen erscheinen die Keimblätter. Ein bis zwei Wochen später werden die Pflanzen pikiert und an einen sonnigen Platz gestellt. "Man sollte die Wärmebedürftigkeit der Pflanzen berücksichtigen", rät Sandner. Haben die Gewächse eine Höhe von ca. zehn Zentimetern erreicht, werden sie in Komposterde gepflanzt. Nach den Eisheiligen sollen sie an einen windgeschützten Ort im Freien platziert werden, am besten im Gewächshaus oder Folientunnel.
Das Gesamtergebnis der Schärfe-Messungen wird auf meinbezirk.at/scharfmacher veröffentlicht.

Sei Scharfmacher: Teilnehmen bis 17. Oktober

Die BezirksRundschau und die HTL Wels suchen den schärfsten Chili Oberösterreichs! Und so wird es gemacht:
• Selbst gezogenen Chili trocknen: Um die Schärfe der Schoten zu bewahren, empfiehlt sich ein Vortrocknen in der Sonne, danach im Dörrautomaten vollständig trocknen (oder im Backrohr bei moderater Temperatur).
• Einsenden bis 17. Oktober: Achtung! Nur vollständig getrocknete Proben einsenden (Gefahr der Schimmelbildung), am besten in kleinen, wiederverschließbaren Plastiksäckchen verpackt. HTBLA Wels, Abteilung für Chemieingenieurwesen, Kennwort: Chili, Fischergasse 30, 4600 Wels
• Formular ausfüllen: Teilnahmeformular und Teilnahmebedingungen unter meinbezirk.at/scharfmacher downloaden und zusammen mit der Probe versenden.

Bezirksgärtnermeister Sebastian Sandner.


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