Linden grüßt Linden
'Europa-Linde' jetzt umgeschnitten

Heinz Saider ist betroffen, dass die gesunde Linde umgeschnitten wrude.
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  • Heinz Saider ist betroffen, dass die gesunde Linde umgeschnitten wrude.
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ST. GEORGEN/WALDE. Die 'Europa-Linde' auf der Nordseite der Kirche wurde umgeschnitten. Nur mehr ein rund 24 Zentimeter kleiner Stamm ist unter dem wenigen Schnee zu sehen. Heinz Saida, Forstwirtschaftsmeister und unmittelbarer Nachbar zur BezirksRundschau enttäuscht: „ Ich finde es als Kulturschande, dass man ein ‚Denkmal‘ einfach umschneidet. Unter Beisein vieler Jugendlicher und Politiker aus den europäischen Linden-Gemeinden wurde dieser Baum gepflanzt und jetzt einfach exekutiert. Der Baum war gesund und hat sicher nicht gestört.“

Linde als Retter
Ein weiterer St. Georgener informiert, dass schon früher einmal bei der Kirche eine Linde stand. Diese bewahrte mit ihrem Blätterdach bei einem Ortsbrand das Kirchendach vor Funkenflug. Diese jetzt umgeschnittene Linde wurde im Jahr 2000 an einem Sommerabend bewusst an die ungefähre Stelle auf öffentlichen Grund gesetzt. Dabei wurde bedacht, dass der Baum nicht im Weg steht. Anlass war das Jugendtreffen, an dem 50 Jugendliche und ihre Betreuer aus sechs Nationen der Gemeinschaft „Linden grüßt Linden“ teilnahmen. Ein Schild „Jugendtreffen 2000“ bei der Linde erinnerte viele Jahre  an dieses Jugendfest.

Auf Anfrage teilt Bürgermeister Franz Hochstöger mit: „Die Linde gehörte der Marktgemeinde St. Georgen am Walde. Die Linde wurde von Mitarbeitern des Bauhofes und vermutlich gemeinsam mit Mitgliedern des Komitees "Linden grüßt Linden" gesetzt. In einer zivilrechtlichen Vereinbarung zwischen der Marktgemeinde St. Georgen am Walde und einem Vertragspartner wurde festgehalten, dass die Linde nicht auf Dauer Bestand haben wird und bei Eintritt definierter Umstände entfernt werden wird. Die Vereinbarung ist schriftlich. Diese Umstände sind eingetreten. Der Baum wurde von einem Mitarbeiter des Bauhofes umgeschnitten."

Autor:

Robert Zinterhof aus Perg

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