Moria
Flüchtlings-Diskussion erreichte den Perger Gemeinderat

Der Perger Gemeinderat tagt Corona-bedingt in der Turnhalle.
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  • hochgeladen von Michael Köck

PERG. Die Grüne Fraktion richtete einen Dringlichkeitsantrag am Dienstag der Vorwoche an den Gemeinderat: Die Stadt solle der Regierung ihre prinzipielle Bereitschaft erklären, Kinder und ihre Familien aus dem Flüchtlingslager Moria aufzunehmen. Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt.

Grünen-Fraktionsobmann Franz Baumann: "Es wäre Zeit, ein Zeichen zu setzen, und wenn es nur einige Kinder sind." Es solle nicht als Einladung verstanden werden, die Ursachen seien vor Ort zu lösen.

Vizebürgermeister Andreas Köstinger (FP): "Wenn man sich die Bilder von 2015 vor Augen führt, ist es nicht das Richtige. Es ist ein Werbeeffekt für Schlepper, deren Geschäft wird gefördert." Er sprach von einer "Folgereaktion": Leute aus dem Hinterland würden anrücken. Man solle sich nicht von jenen unter Druck setzen lassen, die Flüchtlingslager anzünden.

Viktoria Frühwirth (SP): "Die Frage ist: Wo kann ich als Mensch agieren und ein bisschen etwas tun, es geht nicht darum, die Welt zu retten. Es geht nicht um viele, sondern um wenige. Für die könnten wir das Leben verändern."

Stadtchef Anton Froschauer (VP) sprach von "furchtbaren, bestürzenden Bildern aus Moria". Österreich habe eine lange Tradition beim Helfen. Der "Sogeffekt" sei aber nicht zu leugnen. Die Regierung hätte beschlossen, vor Ort zu helfen und schnell Mittel zur Verfügung gestellt. "Es ist nicht das richtige Signal, in den Dialog der Regierung einzugreifen." Wenn sich diese entschließe, Jugendliche aufzunehmen, werde Perg die Hand heben.

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