Dorf- und Stadtentwicklung nicht gefragt in Pabneukirchen?
Pabneukirchner wollen nicht mitgestalten?

Josef Lumetsberger, Barbara Payreder, Johann Buchberger (von links).
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  • Josef Lumetsberger, Barbara Payreder, Johann Buchberger (von links).
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PABNEUKIRCHEN. Seit 2008 ist Pabneukirchen Mitglied der Dorf- und Stadtentwicklung (Doste). Aber bis heute nicht aktiv, weil es nicht gelungen ist, einen Vereinsvorstand zu finden. Beim Vereinsleitertreffen, organisiert von der Gemeinde, informierte Sigrid Aistleitner über die Gründung und Vorteile eines Dorf- und Stadtentwicklung-Vereins.
Josef Lumetsberger vom Kulturausschuss: „Hintergrund ist unter anderem der Beitritt zum gemeindeübergreifenden Tourismusverband ‚Mühlviertler Alm-Freistadt“ der für 1.1.2020 geplant ist. Spätestens bis dahin muss sich in Pabneukirchen eine Nachfolgeorganisation für den örtlichen Tourismusverband formieren. Ein DoSte-Verein wäre eine Möglichkeit, diese Agenden zu übernehmen.“

Vizebürgermeisterin Barbara Payreder: „Ein Doste-Verein ist für die Gemeinde wichtig und interessant, damit man sich mit den Ideen, Anregungen und Vorschlägen von Gemeindebürgern befasst und weiterentwickeln kann. Es gibt dafür auch Fördergelder für Orts- und Platzgestaltungen, nachhaltige Verbesserungen bei Wanderwegen, Ortsbeleuchtungen und vieles, vieles mehr. Förderanträge müssen über einen gemeinnützigen Verein gehen, nicht über die Gemeinde.“

Bürgermeister Johann Buchberger: „Am wichtigsten wäre es, dass der Bevölkerung und vor allem auch den informierten Vereinsfunktionären bewusst wird, dass es bei einem Doste-Verein um Mitsprachemöglichkeiten, um gemeinsames Ideenfinden und weiterspinnen geht. Wenn etwas umsetzbar ist, noch dazu Förderungen lukriert werden, sind alle Gewinner. Leider ist dieses Bewusstsein nach wie vor spärlich ausgeprägt und wird von spontanen Meldungen überlagert wie ‚wir sollen die Arbeit machen und die Gemeinde profitiert davon‘.“
Konkret werden Aktivisten gesucht, die sich für den Ort engagieren. Ganz vorne sollen keine Gemeinde- und Parteipolitiker stehen.
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Bericht vom Vereinsleitertreffen von Josef Lumetsberger, Kulturreferat:
Einmal im Jahr werden alle Obleute der Vereine und Institutionen von Pabneukirchen vom Kulturausschuss der Gemeinde eingeladen, um das zu Ende gehende Jahr in kultureller und gesellschaftlicher Hinsicht Revue passieren zu lassen. Schließlich sind es die Vereine und Institutionen wie Feuerwehren und Kirche, die Feste und Veranstaltungen im Jahreskreis organisieren und durchführen und so das gesellschaftliche und kulturelle Leben unseres Ortes prägen. Weit über 100 Eintragungen finden sich so im, von der Gemeinde geführten, Veranstaltungskalender in jedem Jahr. Ein weiteres Ziel des Obleutetreffens ist es  die Termine aufeinander abzustimmen, um Kollisionen zu vermeiden.
Hauptreferentin des diesjährigen Treffens war Frau Sigrid Aistleitner von der Geschäftsstelle für Dorf- und Stadtentwicklung des Landes OÖ die die Teilnehmer über die Gründung und Vorteile eines Dorf- und Stadtentwicklungsvereines informierte. Hintergrund ist unter anderem der Beitritt zum gemeindeübergreifenden Tourismusverband ‚Mühlviertler Alm-Freistadt“ der für 1.1.2020 geplant ist. Spätestens bis dahin muss sich in Pabneukirchen eine Nachfolgeorganisation für den örtlichen Tourismusverband formieren. Ein solcher Verein wäre eine Möglichkeit, diese Agenden zu übernehmen.“

Zum Abschluss lud Bürgermeister Johann Buchberger wie jedes Jahr zu einer Jause ein.

KOMMENTAR
Es stimmt nachdenklich. Alle Versuche einer Bürgerbeteiligung, die von „Oben“, sprich Gemeinde oder Wirtschaftsbund, mit bester Absicht angeregt wurden und werden, gehen in Pabneukirchen den Bach hinunter. Beispiele: "Fahr nicht fort, kauf im Ort" hielt sich noch am längsten. Ist aber eingeschlafen. Vom Nahversorgerprojekt erinnert nur mehr der Brunnen. Agenda 21 schaffte es nicht bis zu den Geburtswehen. Jung-Pabneukirchen-Zukunft, eine großartige Idee, ist verstummt. Die Dorf- und Stadtentwicklung wartet seit über zehn Jahren auf einen Vorstand. Ohne eine Schuldzuweisung der gut gemeinten Initiativen : Überlegen wir, sind die Vereinsobleute die richtigen Ansprechpartner für neue Initiativen? Sie haben ja schon viel Arbeit und wollen sich nicht zusätzliche Arbeiten aufhalsen. Als Multiplikatoren sind sie natürlich Ansprechpartner. Oder anders gedacht: Wir haben noch so viel in Pabneukirchen. Gleich drei Tankstellen, zwei großartige Fleischereibetriebe, Nahversorger, einen Vorzeigemöbelerzeuger, eine einzigartiges Automuseum…Da braucht es keine Initiativen? In zwei Gebieten soll in Pabneukirchen das Licht aufgehen. Es wird eine Straßenbeleuchtung gewünscht. Und wenn es da einen Dorf- und Stadtentwicklungsverein geben würde, gäbe es für diesen Verein für die Beleuchtung Geld. Und mit diesem Geld und dem Geld der Gemeinde könnte dann schneller das Licht aufgehen. zin.

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