„Beide Pferde sind bereits für Olympia qualifiziert“

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Er ist Österreichs Aushängeschild im Vielseitigkeitsreiten. Harald Ambros ist mehrfacher Staatsmeister, Olympia-, EM- und WM-Teilnehmer und wird neben dem Schwimmer David Brandl der zweite Beitrag aus dem Bezirk Perg bei Olympia 2012 sein.

ALLERHEILIGEN. Drei Todesfälle gab es beim Geländeritt in den vergangenen drei Jahren in Österreich. „Die Hindernisse sind fest und wenn du bei einem Sturz unter das Pferd kommst, sieht es schlecht aus“, sagt Harald Ambros. Der Sportler ist sich der Gefahr bewusst, sagt aber auch: „Das minimiert sich mit der Fitness des Pferdes. Schwere Stürze passieren meist bei großer Müdigkeit im Gelände. Seine Sportart – das Vielseitigkeitsreiten – besteht aus drei Disziplinen: Dressur, Geländeritt und Springen.

Das Top-Pferd im Stall in Allerheiligen ist „Quick“. Nach der heurigen Olympia-Saison wird das 19-jährige belgische Halbblut in Pension gehen. Ambros über sein Top-Pferd: „Im Gelände ist er top und beim Sprungparcours fast immer am Schnellsten. Probleme gibt es nur in der Dressur.“ Sein zweites Top-Pferd, O-Feltiz, ist – ebenso wie „Quick“ – bereits für Olympia 2012 qualifiziert. Reiter Harald Ambros selber noch nicht ganz, „aber es sieht sehr, sehr gut aus“.
„Die Ziele sind immer auf Olympia gerichtet, dazu brauchst du zwei bis drei Top-Pferde, weil man immer mit Ausfällen rechnen muss“, so der mehrfache Österreichische Meister.
Ziel für die Olympischen Spiele, die im Juli und im August in London über die Bühne gehen, ist ein Platz unter den besten Zehn.
Die Pferde beginnen bereits mit dem Konditionstraining, eine Pferdepflegerin steht „Quick“ und „O-Feltiz“ zur Seite.
Ein Sprungtrainer aus dem Burgenland, eine englische Kadertrainerin und ein Dressur-Spezialtrainer aus Bayern komplettieren das Team von Harald Ambros.
Trainiert wird in Allerheiligen, in Windhaag und in der eigenen Reithalle. „Ich reite auf den Bergstraßen, den Serpentinen und im Naarntal“, so Ambros, der Leistungssportler beim Bundesheer ist, zu seiner Vorbereitung. Auf eines ist Ambros besonders stolz: Er ist der einzige österreichische Teilnehmer, der das schwerste Reitturnier der Welt jemals beendet hat: In Badminton in England wurde er im Mai 2011 von 90 Startern starker 17.

Ambros will nach seiner Karriere als Zahnarzt arbeiten
In ein bis zwei Monaten wird der Student der Zahnmedizin seine Diplomarbeit voraussichtlich abgeben, um dann als Zahnarzt zu praktizieren. Bei 30 Springreit- und Vielseitigkeitsturnieren im Jahr, dem Training und dem Studium, bleibt nicht mehr viel Zeit für den Privatmenschen. „Ich bin leidenschaftlicher Skifahrer, bin aber seit drei Jahren nicht mehr auf der Skipiste gestanden. An Urlaub wage ich nicht einmal zu denken.“

Zur Sache
Größte Erfolge des Reitspezialisten
• Dreifacher österreichischer Staatsmeister
• Zweifacher Olympia-Teilnehmer: 2004 in Athen und 2008 in Peking
• Europameister bei den jungen Reitern (19 bis 21 Jahre)
• Mehrfacher Teilnehmer bei Welt- und Europameisterschaften

Fotos: Privat

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