Jännerrallye 2020
Das sagen Wagner-Brüder nach der Jännerrallye

Simon Wagner
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Das sagen die aus Mauthausen stammenden Rallye-Piloten Simon Wagner (2. Platz) und Julian Wagner (15. Platz) nach der Jännerrallye im Raum Freistadt. Zum Bericht über die Jännerrallye 2020 geht es hier.

Simon Wagner: "Nicht das Ergebnis, das wir wollten"

FREISTADT, MAUTHAUSEN. Simon Wagner und Beifahrer Gerald Winter beenden die 35. Internationale Jännerrallye auf Platz 2 der Gesamtwertung – siehe Bericht – und sichern sich einen Zusatzpunkt auf der Powerstage. Damit erreicht das Duo nach zuletzt zwei Ausfällen bei den vergangenen Ausgaben der Kultrallye rund um Freistadt zwar erstmals das Podium, Feierlaune will aber dennoch nicht aufkommen.
Denn: Zwischenzeitlich lagen Wagner/Winter mit mehr als 1:45 Minuten Vorsprungen an der Spitze des Feldes. Fehlerfrei blieb Wagner auch am zweiten Tag, obwohl der Blick auf das Klassement wohl etwas anderes vermuten lässt. Nachdem das Wetter über Nacht umgeschlagen hatte, zeigte sich das Mühlviertel für Etappe 2 im winterlichen Gewand. Als eines von nur zwei R5 Fahrzeugen mussten Wagner und Winter die nun schneebedeckten Strecken mit breiten Reifen in Angriff nehmen und verloren bereits im ersten Umlauf nicht nur ihren gesamten Vorsprung, sondern auch die Führung an Staatsmeister Herrmann Neubauer.
Wagner sagte im Ziel: „Natürlich ist das nicht das Ergebnis, das wir bei der Jännerrallye erreichen wollten. Trotzdem sind ein zweiter Platz und der Zusatzpunkt auf der Powerstage kein schlechter Start in die Staatsmeisterschaft und ich denke wir haben einmal mehr bewiesen, dass wir fahrerisch das Zeug dazu gehabt hätten, ganz oben am Podium zu stehen. Zudem sind wir schnellster Skoda Fabia R5 im Klassement, das ist natürlich auch etwas. Irgendwann wird er kommen, der Heimsieg hier bei der Jännerrallye, und bis dahin hoffe ich auf die Chance, noch andere Staatsmeisterschaftsläufe bestreiten und auch gewinnen zu können.“

Julian Wagner: "Sehr bitterer Start in die neue Saison"

Wenn man auf sieben von 14 Sonderprüfungen der schnellste Pilot im Feld ist, am Ende auch noch die „Powerstage“ überlegen gewinnt und sich im Gesamtklassement doch nur auf dem 15.Platz wiederfindet, dann muss irgendwann im Laufe der zwei Tage der 35. Auflage der Jännerrallye etwas Dramatisches passiert sein. So ist es auch im Falle von Skoda-Pilot Julian Wagner. Ein Ausrutscher auf einer Eisplatte auf der siebten Sonderprüfung, bei dem Felge und Bremsscheibe links hinten zu Bruch gegangen sind, kostete dem Oberösterreicher den möglichen Sieg im Mühlviertel. Wagner und Co Jürgen Heigl versuchten nach dem Vorfall, noch auf der Sonderprüfung, den Schaden notdürftig zu reparieren, verloren dabei aber fast 13 Minuten (!). Die Aufholjagd endete auf dem 15. Platz, Rückstand auf den Sieger 10,02 Minuten.
Julian Wagner sagte nach dem Rennen: „Ich habe vor dem Start gesagt, dass nicht der schnellste Pilot die Jännerrallye gewinnt, sondern derjenige, der die wenigsten Fehler macht und leider habe ich dafür nun selbst den Beweis angetreten. Es waren unglaublich schwierige Bedingungen mit zum Teil eisiger, dann wieder nasser oder trockner Strecke und dafür hat mir wohl noch die Erfahrung gefehlt. Auf SP7 sind wir in einem Waldabschnitt auf einer Eisplatte ausgerutscht und angeschlagen. Daraufhin konnte ich nicht mehr bremsen. Wir sind noch bis zur nächsten Abzweigung gefahren und haben dort versucht zu retten, was eigentlich nicht mehr zu retten war. Die Felge ist in hunderte Teile zerbröselt und auch die Bremsscheibe war zerstört. Wir konnten zwar das Auto wieder fahrbereit machen, aber die Reparatur hat uns zu viel Zeit gekostet. Der zweite Tag, im Niemandsland der Gesamtwertung, hat dann nur mehr den halben Spaß gemacht. Aber wir wollten unbedingt die Powerstage gewinnen und das hat uns motiviert. Die sieben Sonderprüfungsbestzeiten sind trotzdem nur ein schwacher Trost. Denn unser Ziel für heuer ist der Titel und da wirft uns dieses Resultat schon ordentlich zurück. Es ist ein sehr bitterer Start in die neue Saison.“

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