Corona-Virus
Perger Top-Sportler packen in der Krise an

Im Lager des Diskonters Hofer in Sattledt: Schwimm-Ass David Brandl aus Perg (links) und Dreispringer Philipp Kronsteiner aus St. Georgen an der Gusen.
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  • Im Lager des Diskonters Hofer in Sattledt: Schwimm-Ass David Brandl aus Perg (links) und Dreispringer Philipp Kronsteiner aus St. Georgen an der Gusen.
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Heeressportler im Einsatz: Schwimm-Ass David Brandl und Dreispringer Philipp Kronsteiner helfen, damit die Supermärkte voll bleiben – Sie verraten auch, wie Sie in der jetzigen Phase trainieren.

PERG. Der dreifache Olympiateilnehmer David Brandl steht derzeit wie viele andere Heeressportler im Hilfseinsatz aufgrund der Corona-Krise. Die Lebensmittelhändler benötigen helfende Hände, um die nachgefragten Waren von den Lagern in die Märkte zu bringen. Brandl ist beim Diskonter Hofer in Sattledt und bereitet dort mit anderen Leistungssportlern Ladungen für Lkws vor. Für ihn ist diese Tätigkeit angesichts der Situation selbstverständlich: "Der Auftrag kam von Wien. Der Staat gibt uns was, so können wir etwas zurückgeben", sagt der 32-jährige Schwimmer.
Wie es sportlich weitergeht, weiß Brandl nicht. Ende Mai sollte die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 im Freiwasser-Schwimmen stattfinden. Dieser Wettkampf steht wohl momentan genauso in den Sternen wie die Spiele im Juli und August in Tokio. "Es liegt in der Luft. Jetzt heißt es warten und schauen, dass der Virus eingedämmt wird." Brandl, der mittlerweile in Hargelsberg lebt, hat nun auf Trocken-Training in der Wohnung und im Garten umgestellt: Cardio-Training, Klimmzüge, Gummiseil-Ziehen.

"Kein Grund für Hamsterkäufe – Es ist genug da"

ST. GEORGEN AN DER GUSEN. Auch Dreispringer Philipp Kronsteiner aus St. Georgen hat ein großes Ziel: Die Qualifikation für die Olympischen Spiele. Als Heeressportler packt er derzeit so wie Brandl bei Hofer in Sattledt mit an, um die Lebensmittelversorgung sicherzustellen. "Aktuell helfen wir bei der Beladung der Lkws in jeglicher Form und unterstützen so die ohnehin von der Situation stark belasteten Arbeiter in der Lagern. Ich kann an dieser Stelle allen versichern, dass genug für alle da ist. Es gibt keinen Grund für Hamsterkäufe oder dergleichen", sagt er.
Was das Training betrifft, sind die Voraussetzungen durch die Sperre der Sportplätze und Trainingszentren natürlich nicht optimal. Kronsteiner sagt aber: "Momentan steht die Gesundheit an erster Stelle. Nicht nur meine eigene, sondern die aller Österreicherinnen und Österreicher. Daher muss jeder seinen Beitrag leisten, egal ob Sportler oder nicht."
Jetzt liege es an jedem einzelnen, kreativ zu werden und zu Hause das Beste aus der Situation zu machen. Im Haushalt seiner Freundin in Hellmonsödt, wo er aktuell wohnt, stehen viele Trainingsgeräte zur Verfügung. Trainiert wird im Haus und im Garten: Kniebeugen absolviert er einbeinig, auf einem Wackelpad, mit Thera-Bändern oder in hoher Wiederholungszahl. Die Belastungen werden kombiniert. Es bleibe so mehr Zeit für das Training der Dehnfähigkeit und der feinmotorischen Muskulatur – Dinge die sonst vielleicht etwas zu kurz kommen.

Im Lager des Diskonters Hofer in Sattledt: Schwimm-Ass David Brandl aus Perg (links) und Dreispringer Philipp Kronsteiner aus St. Georgen an der Gusen.
Schwimm-Ass David Brandl bei Hofer in Sattledt.
Autor:

Michael Köck aus Perg

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