Regen, Kälte und Nebel beim Saisonabschluss der Mountainbiker

Der Warmwasser-Bottich hatte beim heurigen ASVÖ 3 Täler Classic Hochsaison.
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  • Der Warmwasser-Bottich hatte beim heurigen ASVÖ 3 Täler Classic Hochsaison.
  • Foto: ÖAMTC Radclub Windhaag/Harald Wegerer
  • hochgeladen von Fabian Buchberger

WINDHAAG/PERG. Kein Einsehen vom Wettergott hatte der Veranstalter, der Radclub Windhaag, beim heurigen ASVÖ 3-Täler-Classic Mühlviertel. Wie vorhergesagt kam es am Wochenende zum Temperatursturz. Letztlich blieb auch das prognostizierte Fenster mit besserem Wetter für den Vormittag aus. Im Gegenteil setzte pünktlich zum Start um 10 Uhr Regen ein, der die Fahrer auf ihren Touren immer wieder auf die Probe stellen sollte.
„Das ist natürlich Pech für eine Veranstaltung dieser Gößenordnung. Die meisten der üblicherweise 50 Prozent kurzentschlossenen Teilnehmer haben sich aufgrund der Wettervorhersage gegen einen Start entschieden. Unter diesen Voraussetzungen muss man mit den 150 Startern mehr als zufrieden sein“, so der Veranstalter, Wolfgang Neulinger. Als Ziel hatte man sich heuer 300 Teilnehmer gesetzt, an einem schönen Herbstwochenende hätte es vermutlich sogar geklappt. Dem harten Kern unter den Mountainbikern hatte es trotz der Kälte aber sichtlich Spaß gemacht und damit konnte Windhaag auch heuer wieder einen würdigen Abschluss der Mountainbike-Saison bieten.

Mit letzten Kräften ins Ziel

Aber Nässe und Kälte forderten von den Teilnehmern trotzdem alles ab. Prominentestes Opfer war Florian Wimmer von den Kürnberg Radlern. Das angepeilte Ziel war der Streckenrekord aus dem Vorjahr. Nach einer Runde noch souverän am Weg, diese Zeit zu unterbieten, brach er in der letzten Runde völlig ein und rettete den Sieg auf der Extremdistanz über 60 Kilometer mit letzter Kraft ins Ziel. 5 Kilometer vor dem Ziel kam für ihn „der Mann mit dem Hammer“. Über letzten Berge quälte sich die heimische Nachwuchshoffnung über die Rampen des Mühlviertels nach Rechberg, ehe er im Ziel von seinen Betreuern und Veranstalter Wolfgang Neulinger gestützt und in der temperierten Fass-Sauna wieder aufgepäppelt wurde. „Die letzten Kilometer fuhr ich wie in Trance, ich kann mich an den Zieleinlauf gar nicht mehr erinnern“, verriet er nach einer Erholungsphase seinen Begleitern. Nächstes Jahr wird er aber bestimmt wieder kommen, um wieder Jagd auf den Rekord zu machen.

Gemischte Gefühle bei Lokalmatadoren

Großer Beliebtheit hat sich indess der bezeizte Warmwasser-Bottich erfreut, den der Veranstalter vorsorglich aufstellen ließ. Schmutzig, durchnässt und vor Kälte zitternd sind viele Fahrer nach der Zielankunft ins warme Wasser geschlüpft, um sich aufzuwärmen.
Für die heimischen Fahrer des Power Bike Team Windhaag endete die Saison mit gemischten Ergebnissen. Während David Berger seine Saison mit einem Sieg in der Klasse U15 abschließen konnte, ging es für Lorenz Katzlinger nicht so gut zu Ende. Ein Plattfuß stoppte ihn auf dem Weg zu einem Spitzenergebnis und er wurde schließlich von Obmann Wolfgang Neulinger im Skoda Kodiak auf der Strecke aufgelesen. Nachdem es aber der erste Reifenschaden in dieser Saison für die Mannschaft aus Windhaag war, konnte man trotz allem zufrieden in die Winterpause gehen.

Keine groben Zwischenfälle

Insgesamt sehr positiv war auch die Sturzbilanz. Es hat keine nennenswerte Verletzungen gegeben. Die nassen Streckenbedingungen veranlassten die Teilnehmer auch zur notwendigen Vorsicht, sodass es zu keinen kritischen Situationen kam. Sehr gute Arbeit hat dabei vor allem auch Rettung und Feuerwehr geleistet, deren Mitglieder die Strecke perfekt abgesichert haben.

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