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Bildungskarenz wird über eine Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer fixiert.
  • Bildungskarenz wird über eine Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer fixiert.
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Bildungskarenz und Bildungsteilzeit: Das AMS klärt über die zwei gängigen Möglichkeiten auf.

BEZIRK PERG. 88 Personen nehmen seit Jahresbeginn die Möglichkeit von Bildungskarenz oder -teilzeit in Anspruch. "Die Bildungskarenz wird in Perg hauptsächlich für Berufsreifeprüfung, Unternehmertraining, Meisterkurse und Facharbeiterausbildungen beantragt. Die Bildungsteilzeit wird vorwiegend für ein (FH) Studium für Berufstätige, berufsbegleitende Studien und die Berufsreifeprüfung genutzt", informiert AMS-Perg-Leiterin Christa Hochgatterer.
Für beide Formen gelten Voraussetzungen. So muss unter anderem die Anwartschaft auf Arbeitslosengeld erfüllt sein. Außerdem muss das Dienstverhältnis ununterbrochen mindestens sechs Monate bestanden haben. Bei einem Studium müssen nach jedem Semester Nachweise erbracht werden.
Der Antrag auf Bildungskarenz muss spätestens bei Beginn beim AMS gestellt werden. Sowohl die Interessen der Mitarbeiter als auch die Vorstellungen des Betriebs müssen berücksichtigt werden, schließlich profitieren beide Seiten von einer Weiterbildung. Innerhalb von vier Jahren kann die Bildungskarenz in einem maximalen Ausmaß von 12 Monaten vereinbart werden, die Mindestdauer beträgt zwei Monate. Als Bildungsmaßnahme müssen mindestens 20 Wochenstunden nachgewiesen werden. Die Höhe des Weiterbildungsgeldes orientiert sich am Arbeitslosengeld, mindestens 14,53 Euro täglich. Ein Dazuverdienen bis zur Geringfügigkeitsgrenze (438,05 Euro) ist erlaubt.
Die Bildungsteilzeit ermöglicht Weiterbildung bei reduzierter Arbeitszeit. Für die wegfallenden Stunden gibt es als Lohnersatz Bildungsteilzeitgeld. Für jede Arbeitsstunde weniger zahlt das AMS 0,80 Euro am Tag. Die Dauer beträgt mindestens vier Monate, maximal 24 Monate in vier Jahren. Die Herabsetzung der wöchentlichen Normalarbeitszeit muss zwischen 25 und 50 Prozent liegen. Zehn Stunden pro Woche dürfen nicht unterschritten werden. Zudem muss das Dienstverhältnis über der Geringfügigkeitsgrenze entlohnt sein. Die berufliche Aus- und Weiterbildung muss inklusive Lern- und Übungsstunden mindestens zehn Wochenstunden betragen.

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