Ein echter Senkrechtstarter in der Direktvermarktung

Renate und Karl Heiml mit Sohn Klemens, der fleißig mithilft und das AgrarBildungsZentrum in Hagenberg besucht.
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  • hochgeladen von Michael Köck

MITTERKIRCHEN. "Vor zwei Jahren habe ich vor der Einfahrt auf einer Bierbank verkauft. Wir hätten nicht geglaubt, dass es sich so gut entwickelt", erzählt Karl Heiml. Heute verkaufen er und Frau Renate im eigenen Hofladen Frischfleisch, Grill- und Wurstprodukte, Speck, Leberkäse und Aufstriche. Dazu kommen Gewürze und Käse von Produzenten aus der Region. Das Fleisch stammt von den Zuchtschweinen, um die 70 finden in den Ställen der Heimls Platz. Besonders Stolz ist man auf den Karreespeck, für den es schon mehrere Auszeichnungen gab. Der Kundenkreis wird immer größer – und übertrifft die Erwartungen.

WhatsApp und E-Mail wird zum Verkauf genutzt

Die Heimls gehen mit der Zeit. So werden Bestelllisten über WhatsApp und E-Mail ausgeschickt, eine Vorbestellung ist auch über www.hofladen-heiml.at möglich. Zufriedene Kunden sind die größte Motivation der Arbeit. "Wir haben Vegetarier dabei, die unser Fleisch essen. Sie sagen es schmeckt anders und wir wissen, wo es herkommt", sagt Renate Heiml. Verwendet wird zur Fütterung wenig Mais, die Tiere fühlen sich wohl, verlassen nur zur Schlachtung den Hof. Das schmeckt man. Drei Generationen leben heute am Hof in der Ortschaft Weisching unweit vom bekannten Mitterkirchner Badesee. In der Harmonie am Hof wird ein wesentlicher Erfolgsfaktor gesehen. Renate und Karl Heiml übernahmen den Hof im Jahr 2000. Als die Kinder Klemens (15) und Kristina (14) älter wurden, kam der Gedanke auf, in Richtung Direktvermarktung zu gehen. Beweggrund war aber auch ein Ärgernis. "Der Saupreis war relativ schlecht, da überlegte ich, was kann ich machen. Ich habe super Qualität und dann hat es keinen Wert", erzählt Karl Heiml. Vom Vorzeigebetrieb überzeugten sich bei einem Besuch am Mittwoch auch Bezirksbauernkammer-Obfrau Rosemarie Ferstl und -leiter Johannes Gahleitner. "Die Heimls sind ein Beleg dafür, dass man mit viel Fleiß und Know-how in der Direktvermarktung professionell bestehen kann", sagt Margit Graser, zuständige Beraterin für Direktvermarktung auf der Bauernkammer.

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