Landwirt
"Großdemo war erst der Anfang"

Franz Leitner: Starker Kaufkraftverlust bei Milch, Rindfleisch und Holz.
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Landwirt: Einkommen liegt bei fünf Euro pro Stunde und darunter

WALDHAUSEN IM STRUDENGAU. "Das war erst der Anfang des Kampfes für ein gerechteres Bauerneinkommen", sagt Franz Leitner nach der Großdemo vor dem Eurospar in Perg – siehe Bericht. Seit 2001 sitzt der Waldhausner für den Bauernbund in der Landwirtschaftskammer-Vollversammlung. "Ich kämpfe für benachteiligte Bauern. Neben dem Handel sind auch die Verarbeitungsbetriebe und vor allem die Agrarpolitiker gefordert. Ich habe eine große Angst, dass die flächendeckende Bewirtschaftung bald nicht mehr gegeben ist."
Das niedrige Einkommen zwingt immer mehr Landwirte zum Aufgeben. Aktuell liege es im Schnitt bei nur fünf Euro pro Stunde – bei Bergbauern deutlich darunter. "Tatsache ist: In den vergangenen zehn Jahren ist das Bruttoeinkommen gleich geblieben, die Sozialversicherungs-Beiträge haben sich aber verdoppelt." Und das, obwohl die Betriebe jährlich im Schnitt um einen Hektar gewachsen seien und das Vieh mehr wurde. Der Kaufkraftverlust seit 1990: 60 Prozent bei Milch und Rindfleisch, 80 Prozent bei Holz. Ein Beispiel: "1980 konnte man sich mit 150 Festmetern gesundem Rundholz einen neuen Steyr Allrad-Traktor mit 55 PS kaufen. Heute brauche ich für einen Traktor mit der gleichen PS-Klasse rund 500 Festmeter."

Drei Forderungen

Der Waldhausner fordert: Erstens eine "massiv höhere Bergbauernförderung". Zweitens eine Kleinbetriebsprämie: Die ersten 10 bis 20 Hektar sollen zusätzlich mit 150 Euro pro Hektar und Jahr gefördert werden. Drittens: Die Wiedereinführung der Mutterkuhprämie. "Diese wurde von der Interessensvertretung abgeschafft. Die Stundenlöhne in der Mutterkuh-Haltung gehen gegen Null."
Der Nebenerwerbs-Landwirt bewirtschaftet mit Sohn Lukas den Biohof Tradtner mit 19 Ochsen, 25 Hektar Acker und Grünland sowie 30 Hektar Wald. Das Bio-Rindfleisch geht an Wirte, Großküchen und Private.

Autor:

Michael Köck aus Perg

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