15.11.2017, 00:00 Uhr

Richtig vorbereitet in die Skisaison starten

Mit der richtigen Vorbereitung steht einem perfekten Skitag nichts im Wege. (Foto: Fotolia/Tilio & Paolo)
BEZIRK PERG. Ski fahren, snowboarden, eislaufen. Die kalte Jahreszeit hat für Sportbegeisterte einiges zu bieten. Sportverletzungen können der Freude jedoch schnell ein Ende setzen. Ein Viertel der rund 200.000 Sportunfälle im Jahr 2016 passierte in der Wintersaison. Am häufigsten waren Knie (23,9 Prozent), Schulter (19,5 Prozent) und Hand sowie Handgelenk (14,5 Prozent) betroffen. Über die Hälfte der Unfälle passierte beim Skifahren. Ein großes Augenmerk sollte deshalb bereits vor der Wintersportsaison auf die Vorbereitung gelegt werden. "Je mehr Kraft, Ausdauer und Kondition man hat, desto geringer ist das Verletzungsrisiko. Wintersportverletzungen treten häufiger bei untrainierten Menschen auf", weiß Christoph Aglas, der sein eigenes Center für Physiotherapie im Gemeindeamt in Pabneukirchen betreibt. Der Physiotherapeut empfiehlt, bereits vier bis sechs Wochen vor dem Wintersaisonstart mit Kraft- und Konditionsübungen zu beginnen. "Dreimal wöchentlich mindestens 20 Minuten Ausdauersport kombiniert mit Kraftraining wäre ideal", so Aglas. Doch auch das Aufwärmprogramm am Skitag selbst sollte nicht unterschätzt werden. Bereits fünf Minuten aufwärmen steigern die Reaktionsgeschwindigkeit, erhöhen die Durchblutung der Muskeln und bewirken, dass Gelenke besser geschmiert werden. "Mit nur wenigen Übungen kann so das Verletzungsrisiko halbiert werden." Aufwärmen sollte man sich aber nicht nur vor der ersten Abfahrt, sondern ebenso nach längeren Pausen und bei großer Kälte auch zwischendurch.

Ausrüstung genauso wichtig

Trotz körperlicher Fitness lassen sich Verletzungen aufgrund von Unfällen auf Skipisten oftmals nicht vermeiden. Laut Aglas hat das einen ganz einfachen Grund: "Würden sich alle Wintersportteilnehmer an die Pistenregeln halten und sich etwas weniger risikobereit verhalten, ließen sich viele Unfälle vermeiden." Deshalb kommt es nicht nur auf das Training, sondern auch auf die richtige Ausrüstung an. "Besonders ein Helm, der den empfindlichen Kopfbereich schützt, kann schwerwiegende Verletzungen verhindern", so der Pabneukirchner Physiotherapeut. Zusätzlich sollte Funktionskleidung getragen werden, die Reflektorstreifen besitzt, um so von anderen Wintersportlern besser gesehen zu werden.
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