28.11.2017, 17:35 Uhr

Beste Jagd in OÖ mit Wald-Wild-Ökologie-Preis ausgezeichnet

Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Karl Grabmayr, Forstberater der Bezirksbauernkammer Perg Georg Kolodziejczak, Jagdausschussobmann Johannes Pointner, Wolf-Dietrich Schlemper, Lqndwwirtschaftskammer, Jagdleiter Franz Derntl, Obfrau der Bezirksbauernkammer Perg Rosemarie Ferstl. (Foto: Landwirtschaftskammer OÖ)
ST. GEORGEN AN DER GUSEN. Der Wald-Wild-Ökologie-Preis der Landwirtschaftskammer Oberösterreich geht nach St. Georgen an der Gusen. Darüber freuen sich der Jagdausschuss mit Obmann Johannes Pointner und die Jägerschaft mit Jagdleiter Franz Derntl. Jagen wo der Wald es verlangt, Rehwild gerechte Fütterung, die Anlage von Ausgleichsäsung in Form von Hecken, Waldrandpflege und Zwischenfrüchten waren für die Auszeichnung ausschlaggebend.
Die Jagd in St. Georgen hat eine Wandlung vom Saulus zum Paulus vollzogen. Noch vor wenigen Jahren war die Stimmung in der Gemeinde wegen der Verjüngungssituation des Waldes entsprechend schlecht. Eine wildökologische Arbeit der Universität für Bodenkultur im Jahr 2012 zeigte, wieviel Rehe vorhanden sind, wo sie sich aufhalten und wie der Abschuss auf der Fläche zu verteilen ist. Bald zeichnete sich eine Trendwende ab. Die Analyse der Abschussentwicklung und die Ergebnisse der Vergleichs-und Weiserflächen zeigen die jagdlichen Anstrengungen. Der Abschuss liegt in den letzten Jahren bei 14Stk Rehwild/100 ha und St. Georgen an der Gusen ist mittlerweile eine nachhaltige Einser-Jagd.
Hinsichtlich Abschusserfüllung herrscht totale Transparenz. Der Jagdausschussobmann kann jederzeit in den Kühlraum gehen und den Abschuss kontrollieren.
Junge Landwirte wurden mit in die Jägerschaft integriert, Lebensraumverbesserung für Rehwild und Niederwild wurden umgesetzt und die Biodiversität auf der Fläche gesteigert. Zusätzlich werden gemeinschaftliche Veranstaltungen geselliger Natur abgehalten, die die Kommunikation zwischen Jägerschaft-und Bauernschaft nicht einschlafen lassen.

St. Georgen an der Gusen hat eine jagdlich nutzbare Fläche von 570 Hektar und eine Waldfläche von 140 Hektar. Das Revier ist geprägt durch eine hohe Bevölkerungsdichte, zahlreiche Erholungssuchende und in den vergangenen Jahren vielen Borkenkäferschäden.
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