31.10.2017, 15:58 Uhr

Dampfnostalgie auf der Summauerbahn

Schwer arbeiten mussten die drei Lokomotiven auf der Steilrampe bei Katsdorf.
Der Nationalfeiertag bot für Eisenbahnfans jeden Alters an der Summerauerstrecke gleich doppelten Grund zum Feiern. Dampfte doch an diesem Tag ein Sonderzug der Österreichisches Gesellschaft für Eisenbahngeschichte vom Eisenbahnmuseum Ampflwang (ÖGEG) nach Budweis. Auch zwei Stunden Verspätung wegen eines Gebrechens an einer der Maschinen hielten unzählige Dampfnostalgiker nicht davon ab, sich mit der Kamera an der Strecke auf die Lauer zu legen. Die Geduld wurde belohnt: Mit weithin hörbaren Auspuffschlägen mühten sich eine Schlepptenderlok vom Typ 38 und eine Schnellzug-Tenderlok vom Typ 78 mit einem langen Zug über die Steilrampe von Lungitz hinauf zum Bahnhof Gaisbach Wartberg, ehe sie in Pregarten mit Hilfe der örtlichen Feuerwehr ihren Wasserdurst stillen konnten. Beide Loks stammen aus der Zwischenkriegszeit, die 78er verkehrten auch auf der Summerauerbahn. Kleiner Wermutstropfen für die Fotografen: Als zusätzliche Vorspannlokomotive musste eine Güterzug E-Lok vom Typ 1110 helfen, den schweren Zug an sein Ziel zu bringen. Immerhin zählt aber auch diese mit rund 60 Jahren auf dem Buckel zu den Oldtimern. Alle drei Loks und auch die Waggons wurden von den Freiwilligen der ÖGEG vor der Verschrottung gerettet und haben - mustergültig renoviert - ihre Heimat in Ampflwang gefunden. So können auch heute noch Großväter ihren Kindern und Enkeln die Faszination der schnaubenden Dampfrösser und urtümlichen Elektroloks nahebringen.
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