29.01.2018, 16:36 Uhr

Dimbacher Bürgermeister hatte mit Leben abgeschlossen - Jetzt erleichtert

Gut bewacht wurde der mutmaßliche Täter im "Fall Dimbach" im Landesgericht Linz.

Staatsanwaltschaft forderte für mutmaßlichen Täter Unterbringung in Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher.

DIMBACH, LINZ. Bürgermeister Josef Wiesinger, Dimbach, zeigt sich am Ende des ersten Verhandlungstags erleichtert. Der mutmaßliche Täter, ein 41-jähriger Niederösterreicher und entfernter Verwandter des Ortschefs, nimmt alle Vorwürfe gegen Wiesinger zurück. Vor der Attacke im Gemeindeamt hatten sich beide über 20 Jahre nicht getroffen.

Angriff im Gemeindeamt
Am Mittwoch, 6. September 2017, kam es im Gemeindeamt Dimbach zu einem Angriff auf den Ortschef mit einer Pistole, die sich später als ungeladene Gaspistole herausstellte. Der zu Hilfe kommende Amtsleiter wird bei einer Rangelei am Arm durch einen Messerstich schwer verletzt. Über eine Strafe wurde beim Prozess am Landesgericht Linz am Montag dieser Woche nicht verhandelt. Der mutmaßliche Täter ist laut einem Gutachten psychisch krank. Die Staatsanwaltschaft forderte die Unterbringung des Mannes in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. Die Verteidigung erklärte, dass der mutmaßliche Täter von heute nicht mehr der selbe wie der bei der Tat ist. Medikamente und eine Psychotherapie seien dafür verantwortlich.
Der mutmaßliche Täter erklärte, dass seine Bürgermeister-Anschuldigungen, dieser habe sein Leben ruiniert, durch ein verzerrtes Wahrnehmungsbild entstanden seien. Er sei am 4. September, zwei Tage vor der Tat,  von einem Bekannten in einem Gasthaus informiert worden, was alles der Dimbacher Bürgermeister über ihn verbreiten hätte. Da sei er in Rage gekommen.

Entschuldigung
Der mutmaßliche Täter bot eine Entschuldigung dem Bürgermeister, dem Amtsleiter und einer Gemeinde- Angestellten an.  Zwei Zeugen wurden in Abwesenheit des mutmaßlichen Täters befragt. Daher war eine direkte Entschuldigung nicht möglich. 

Todesangst
Josef Wiesinger schilderte bei Gericht nochmals seine Todesangst bei der Attacke im September 2017 und erklärte: "Ich möchte, dass ihm nahestehende Menschen geschützt werden." Im Gespräch mit der BezirksRundschau zeigte sich der Ortschef zufrieden mit dem ersten Verhandlungstag. Es gibt keine Vorwürfe mehr gegen seine Person von Seiten des mutmaßlichen Täters. 

Verhandlung verschoben
Da der Amtsleiter wegen Krankheit als Zeuge nicht erscheinen konnte, musste die Verhandlung auf 21. Februar verschoben werden. Da kommen dann auch die Gutachter zu Wort.  
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