11.10.2017, 00:00 Uhr

"Junges Wohnen" wird umgesetzt

In einer geheimen Abstimmung beschloss der Luftenberger Gemeinderat vergangenen Donnerstag die Umsetzung es Projektes "Junges Wohnen". (Foto: BezirksRundschau)

Mit 15:9 Stimmen beschloss der Luftenberger Gemeinderat das Projekt, das vergangene Woche für große Aufregung sorgte.

LUFTENBERG. Verschlechterung der Wohn- und Verkehrssituation. So lautete die Anschuldigung einer Bürgerinitiative aus dem Luftenberger Ortsteil Knierübl. Grund ist das Projekt "Junges Wohnen", das 18 neue Wohneinheiten für junge Menschen ermöglichen soll. Jedoch geht es nicht um den Bau selbst, sondern vielmehr um den geplanten Standort und die dadurch verbundene Verschärfung der Parkplatzsituation. Bei "Junges Wohnen" sind nämlich nicht wie gewohnt zwei Parkplätze pro Wohneinheit vorgesehen, sondern nur einer. Zu wenig für die Bürgerinitiative. "Nur so ist es möglich, die Mietpreise für junge Bewohner attraktiv zu gestalten und sie nicht an Nachbargemeinden zu verlieren. Zudem stehen in Knierübl 39 öffentliche Parkplätze für 54 Wohneinheiten zur Verfügung", verteidigt Luftenbergs Bürgermeisterin Hilde Prandner. Aufgrund der Abänderung der Parkplatzsituation musste die Wohnbaugenossenschaft jedoch den Weg über den Gemeinderat wählen. Den Bau selbst hätte auch die Bürgerinitiative nicht verhindern können. "Die Wohnbaugenossenschaft besitzt seit über 30 Jahren ein Baurecht für diesen Grund. Hätte sie sich nicht für dieses Projekt entschieden, sondern einen normalen Wohnbau errichtet, hätte der Gemeinderat kein Mitspracherecht gehabt", so Prandner.

Verstärkung der Öffis

Als weiteren Kritikpunkt nennt die Initiative die schlechte Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz. "Junge Menschen sollten im Zentrum leben", so die Forderung in einer Aussendung. Kritik, die Prandner nachvollziehen kann. "Natürlich wäre es wünschenswert, jungen Leuten das Leben im Zentrum zu ermöglichen. Jedoch ist dieses Vorhaben in Statzing, Abwinden und Luftenberg aufgrund der hohen Grundstückspreise nicht realistisch." Vielmehr forciert das Gemeindeoberhaupt den Ausbau der Öffis. Busse, die Menschen von den vielen Luftenberger Ortsteilen ins Zentrum bringen, und mehr Park-and-Ride-Anlagen sind geplant.
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