24.11.2017, 12:42 Uhr

"Kauf ein Stück mehr": Rotes Kreuz bittet um Spenden für Hilfsbedürfigte

(Foto: ÖRK, Bezirksstelle Perg)

2009 wurde der Sozialmarkt Perg gegründet. Heute gibt es in Oberösterreich bereits 23 Rotkreuz-Sozialmärkte – die Nachfrage steigt ungebremst. In den kommenden Tagen bitten Rotkreuz-Mitarbeiter mit einer ganz besonderen Aktion um Spenden für Hilfsbedürftige.

BEZIRK PERG. Birgit (37) ist alleinerziehend, lebt am Land und ist Mutter von zwei Kindern. Obwohl ihre Familie sie in allen Belangen unterstützt, kann die gelernte Einzelhandelskauffrau wegen der Betreuung ihrer Kinder keine Vollzeit-Stelle annehmen. Mit ihrem Einkommen inklusive Beihilfen auszukommen ist ein Balanceakt, der keine Fehler oder unvorhersehbaren Ausgaben erlaubt. Alles muss Birgit planen und abwägen. Ein Urlaub am Meer oder ein feines Essen mit ihren Freundinnen in einem Restaurant – alles Dinge von denen sie nur träumen kann. 9.000 Menschen gelten laut Statistik Austria im Bezirk Perg als armutsgefährdet, bundesweit sind es 1,5 Millionen. Sie müssen jede Kaufentscheidung sorgsam überlegen und sind speziell in der Weihnachtszeit neben den großen finanziellen auch von seelischen Sorgen geplagt.

Rotkreuz-Mitarbeiter vor den Lebensmittelmärkten

„Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, menschliches Leid zu lindern, egal in welchen Lebenslagen. Viele Menschen sind im Bezirk Perg armutsgefährdet, so war die Gründung unseres Sozialmarktes eine logische Konsequenz“, erklärt Rotkreuz-Bezirksstellenleiter Werner Kreisl. Die hohen Käuferzahlen bestätigen die Notwendigkeit solcher Einrichtungen – auch im viertreichsten Land der EU.
Da das Sortiment in den Sozialmärkten variiert, je nachdem welche Produkte von den Kooperationspartnern zur Verfügung gestellt werden, bitten Rotkreuz-Mitarbeiter in den kommenden Tagen vor diversen Lebensmittelmärkten die Kunden, ein zusätzliches Produkt zu kaufen und dieses zu spenden. Das Motto dabei lautet "Kauf ein Stück mehr". „Besonders begehrt sind Waren, die schnell vergriffen sind bzw. nur selten den Sozialmärkten überlassen werden wie Seife, Shampoo, Salz und Mehl“, so Kreisl, „und Weihnachten ist schließlich ein Fest der Fülle.“
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