04.11.2016, 15:19 Uhr

Lebenshilfe Grein: Wiederholung für die „Sitzgelegenheiten“

Gedichte und Prosawerke nehmen den Winter über den Platz der Sitzgelegenheiten an der Donaulände ein (Foto: Lebenshilfe Oberösterreich)
GREIN. Sechs Monate lang war das Kunstprojekt „Sitzgelegenheiten“ an der Donaulände in Grein zu bewundern. Der soeben erfolgte Abbau ist jedoch nicht endgültig: Infolge ihres großen Erfolges gibt es für die kunstvollen Stühle nach der Winterpause ein Comeback. Ihren Platz nehmen einstweilen literarische Werke ein.

Aufgrund der tollen Resonanz von Einwohnern und Touristen wurde das Kunstprojekt der Werkstätte Grein nur vorübergehend abgebaut. Auf Wunsch der Gemeinde gibt es für die Aufmerksamkeit erregenden Stühle im Frühling eine Wiederholung. Während den Wintermonaten nehmen vorübergehend literarische Kunstwerke den Platz der Sessel ein. Im Zeitraum November 2016 bis Mai 2017 können Besucher der Donaulände ausgewählte Gedichte und Prosawerke von Menschen mit Beeinträchtigung lesen.

Anstoß für mehr Barrierefreiheit in Grein

Die Kunstwerke der „Sitzgelegenheiten“ haben ihre Aufgabe erfüllt: den ganzen Sommer über waren sie das Motiv zahlreicher Fotografen und machten dabei einerseits auf das 35jährige Jubiläum der Werkstätte Grein aufmerksam, luden andererseits aber auch zum Nachdenken ein. Nur ein Drittel der Stühle eignen sich auch wirklich als Erholung bietende „Sitzgelegenheit“, zwei Drittel sind nur bedingt oder sogar schlecht zum Sitzen und Ausruhen geeignet. Dies spiegelt leider auch die Realität wider: ein Großteil an Gebäuden und Zugängen sind nicht barrierefrei und behindern die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung an der Gesellschaft.


Besonders erfreulich ist, dass die Gemeinde Grein nun auf Barrierefreiheit durchleuchtet werden soll und die Lebenshilfe OÖ dabei als Berater eingeladen ist, um bei der Realisierung der nächsten Schritte mitzuwirken. Walter Edtbauer, Leiter der Lebenshilfe Werkstätte in Grein, freut sich über die tolle Resonanz des Projektes: „Die Rückmeldungen aus der Öffentlichkeit sind überwältigend. Besonders stolz sind wir aber darauf, dass die Stühle dazu beitragen, dass in Grein in Zukunft weitere Sesseln für unsere Klienten zum Sitzen geeignet sein werden“, so Walter Edtbauer mit einem Augenzwinkern.
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