15.11.2016, 14:54 Uhr

ÖAMTC-Aktion „Blick & Klick“ zu Gast in der Volksschule Grein

(Foto: ÖAMTC)
GREIN. Kinder gehören im Straßenverkehr zu der am stärksten zu schützenden Gruppe, denn jährlich verunglücken rund 550 Kinder allein auf Oberösterreichs Straßen. Welche Risiken der Straßenverkehr birgt, wurde am 15. November den Erstklasslern der Volksschule Grein auf spielerische Weise vermittelt. „Das Wissen um Verkehrsregeln und das richtige Verhalten im Straßenverkehr ist überlebenswichtig. Man kann gar nicht früh genug beginnen, junge Menschen auf diese Herausforderungen zu trainieren“, sagt Petra Riener, Verkehrssicherheitsexpertin des ÖAMTC Oberösterreich. Als gemeinnütziger Verein hat der Club ein Team von acht hauptamtlichen Verkehrserziehern im Einsatz, das durch Schulen tourt und Kinder ab dem Volksschulalter an das sichere Verhalten im Straßenverkehr heranführt. Für Schulen, Kinder und Eltern sind die Unterrichtseinheiten kostenlos. Finanziert wird das Verkehrssicherheitsprogramm durch den ÖAMTC, die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) und das Land Oberösterreich.

„Blick & Klick“ – Lernen durch Erleben

Sehen und gesehen werden sowie das gesicherte Mitfahren im Auto sind Schwerpunkte der Verkehrssicherheitsaktion „Blick & Klick“ für Kinder der 1. Schulstufe. Aufblasbare Autos bilden die Kulisse, wenn die Verkehrserzieher das richtige Verhalten am Gehsteig und das sichere Überqueren der Straße erklären oder auf dem Turnsaal-Boden die gedachte „Sichtlinie“ darstellen, also jene Stelle an der ein Fußgänger gut gesehen werden kann und auch gut den Straßenverkehr überblicken kann. In einem eigens dafür konstruierten Elektroauto wird durch die Verkehrserzieher des ÖAMTC die Wichtigkeit eines Auto-Kindersitzes erklärt und gemeinsam mit den Kindern geübt. Um das Lernerlebnis zu vertiefen und auch die Eltern einzubeziehen, erhalten die sechs- und siebenjährigen Kinder am Ende des praktischen Teils ein Malheft. Dort finden sie die besprochenen Situationen wieder und können sie beim Ausmalen mit Buntstiften nochmals durchdenken.
Seit mehr als einem Jahrzehnt gehört „Blick & Klick“ in vielen Schulen zu einem fixen Bestandteil des Unterrichts. Die Aktion erreichte im vergangenen Schuljahr allein in Oberösterreich 200 Klassen bzw. 3500 Schüler.


Mehr Rücksicht auf Kinder nehmen

Generell appelliert der ÖAMTC, im Straßenverkehr auf Kinder mehr Rücksicht zu nehmen. Dazu gehört auch, den Kindern durch korrektes Verhalten konsequent ein Vorbild zu sein. Außerdem rät Petra Riener, die sichere Verkehrsteilnahme regelmäßig mit Kindern zu trainieren. Wichtig ist auch, auf Augenhöhe der Kinder auf Gefahren hinzuweisen. „Bei jeder Kreuzung, bei jedem Schutzweg, bei jeder zu querenden Stelle sollte man sich bücken und sich in die Perspektive der Kinder hineinversetzen. Ein kleines Kind sieht viel weniger als ein großer Erwachsener“, so der Clubexperte. Wer Kinder mit dem Auto zur Schule bringt, sollte sich bewusst sein, dass er vor der Schule zusätzlichen Verkehr erzeugt. „Natürlich lassen sich solche Fahrten in vielen Fällen nicht vermeiden. Umso wichtiger ist es daher, vor Schulen besonders aufmerksam zu fahren und nicht durch rücksichtsloses Verhalten neue Gefahrenquellen zu schaffen“, sagt Riener.

Kinder im Straßenverkehr – 10 Tipps für mehr Sicherheit

• Seien Sie ein Vorbild. Leben Sie Ihren Kindern konsequent vor, wie man sich im Straßenverkehr korrekt verhält.
• Thematisieren Sie den Straßenverkehr und sprechen Sie Gefahren aktiv an.
• Trainieren Sie mit Ihren Kindern aktiv die sichere Verkehrsteilnahme.
• Üben Sie im Bedarfsfall auch die Öffi-Benutzung: Wo stelle ich mich hin, wenn die Haltestelle nahe am Straßenrand ist? Wie warte ich beim Einsteigen?, u.s.w.
• Sagen Sie ihrem Kind, dass es sich nicht darauf verlassen darf, dass sich erwachsene Verkehrsteilnehmer immer korrekt verhalten.
• Respektieren Sie die Tempolimits und fahren Sie besonders rücksichtsvoll, wenn Kinder zu sehen sind.
• Vermeiden Sie nach Möglichkeit zusätzlichen Verkehr vor Schulen und Kindergärten.
• Befördern Sie Ihre Kinder immer im passenden Kindersitz.
• Machen Sie ihre Kinder besser sichtbar – mit Reflektoren und heller Kleidung.
• Kinder sind vom Vertrauensgrundsatz ausgenommen. Verlassen Sie sich niemals darauf, dass Kinder im Straßenverkehr das Richtige tun.

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