04.04.2017, 13:31 Uhr

Pergs 26 Bürgermeister fordern Gesetzesänderung

Schwertberg wurde 2016 vom Hangwasser überflutet. 300 Objekte im gesamten Gemeindegebiet waren betroffen. (Foto: FF Schwertberg)
SCHWERTBERG. Starkregen-Ereignisse nehmen immer mehr zu. Das musste Schwertberg am 23. Juli des Vorjahres schmerzlich zur Kenntnis nehmen. Innerhalb von nur 25 Minuten fielen 60 Liter Regen. "Hier sind wir jenseits eines 300- bis 500-jährigen Niederschlags", sagt Bürgermeister Max Oberleitner (VP). Die Bilanz: 300 überflutete Objekte, 2 Mio. Euro Schaden. Schwertberg ist aufgrund seiner kesselförmigen Ausprägungen besonders gefährdet, von Hangwasser überflutet zu werden. Mit der Uni Innsbruck wurden präventive Maßnahmen erarbeitet. Die Gesamtkosten für die Projekte, darunter mehrere Rückhaltebecken, belaufen sich auf knapp 3,2 Mio. Euro. Das Problem: Förderungen gibt es nur für Überflutungen in Zusammenhang mit Flüssen und Bächen. "Die Gemeinde kann die Lasten nicht alleine stemmen", sagt Oberleitner. In einer Petition fordern nun alle 26 Bürgermeister im Bezirk eine entsprechende Novellierung des Wasserbautenförderungsgesetzes. Der Brief richtet sich an Landwirtschafts- und Umweltminister Andrä Rupprechter (VP). "So ein Beispiel wie Schwertberg haben sie im Ministerium bisher nicht gekannt. Das Verständnis ist da", sagt Nationalrat Nikolaus Prinz (VP), Ortschef von St. Nikola.

Erste Maßnahme fix

Kurzfristig hofft Prinz auf Geld aus dem Topf für die ländliche Entwicklung. Schwertberg setzt eine Maßnahme aus eigener Tasche um: Im Bereich Mühlenweg wird ein Rückhaltebecken um knapp 320.000 Euro errichtet. Handlungsbedarf sieht auch Landesrat Elmar Podgorschek (FP): "In Hinkunft gibt es die Möglichkeit, dass Hangwasser-Themen unterstützt werden, Kriterien werden erarbeitet."
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