19.10.2016, 15:55 Uhr

Schulkinder bauten Villa Kunterbunt

Mädchen der VS Pergkirchen beim Weidenhausbauen. (Foto: Privat)

TNMS Pabneukirchen und VS Pergkirchen sind bei der Aktion "Lernen fürs Leben" nominiert.

PERG, PABNEUKIRCHEN (mikö/zin). Die BezirksRundschau sucht Pergs beste Schulprojekte. Eingereicht werden kann noch bis zum 21. Oktober – siehe rechts. Zwei besonders spannende Projekte sind bereits für den Preis nominiert: Die "Neuen Lernkulturen" an der Technischen Neuen Mittelschule (TNMS) Pabneukirchen und das Projekt "Naturkinder gestalten ihren Schulgarten" der Volksschule Pergkirchen.

Begabungen werden gefördert

Besuch in der TNMS Pabneukirchen. Der Montag gehört den vierten Klassen. In Modulen werden Interessen und Begabungen der Schüler wahrgenommen. Die Kids setzen sich Schwerpunkte im naturwissenschaftlichen, sprachlichen oder geschichtlichen Unterricht. Meist Themen, die im Regelunterricht zu kurz kommen. „Dabei arbeiten die Mädchen und Burschen in Teams, auch mit den neuen Medien. Die Lehrer begleiten als Coach. Wichtig sind dann die Präsentationen. Künftig auch mit externen Personen“, informiert Monika Berger. Der Mittwoch ist ein weiterer Tag der „Neuen Lernkulturen“. Kinder lernen von und mit Kindern. Schulstufen können aufgelöst werden. Ein Schüler der dritten Klasse trainiert mit einem aus der vierten. „Auch umgekehrt ist es möglich. Egal ob bei Pythagoras oder Zinsrechnen: Wir schauen nicht aufs Schulbuch, sondern auf den Wissensstand der Schüler. Wir Lehrer übernehmen die Aufgabe, Zielvorstellungen festzusetzen. Die Schüler wählen selber die Methoden. Sie suchen die geeigneten Beispiele zum Erklären und Trainieren aus. Kinder lernen von Kindern. Dabei sind Alter und Klassenzugehörigkeit nicht wichtig. Kinder können Erklärungen und Hilfestellungen, die von Kindern kommen, oft besser annahmen als von Erwachsenen“, wissen Monika Berger und das Lehrerteam.

Kinder als Gartengestalter

Lernen in der Natur wird in der VS Pergkirchen großgeschrieben. Seit 2012/13 Ganztagesschule, besuchten bereits zwei Jahre später mehr als die Hälfte der Schulkinder die schulische Tagesbetreuung. Und daher brauchte es einen größeren Schulgarten. Eine Parzelle wurde angemietet. Alle 72 Schulkinder waren aktiv bei der Gestaltung dabei. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Kinder bauten ihre eigene Villa Kunterbunt, ein Weidenhaus sowie eine Sandkiste mit Barfußweg. Lernorte wie ein Beerengarten, ein Kastanienbaum und ein Biotop mit Steingarten entstanden. Bei einer Lagerfeuerstelle wird Gemeinschaft erlebt. Weitere Maßnahmen: Kartoffelpyramide, Ansiedeln von Nützlingen, Insektenhotel und vieles mehr. "Nur wenige Sachen wie eine Kletterbrücke durch den Elternverein wurden angekauft. Kinder haben überall selber mitgearbeitet und es ist nach ihren Wünschen gearbeitet worden", sagt Direktorin Gerlinde Wagner. Heuer wird das Projekt "Komm, ich zeig dir mein Talent" fortgesetzt.

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