17.08.2016, 00:00 Uhr

Ungewöhnliche Sommerferien

Von Hitze bis Kälte und Regen, die jungen Leute bei der Arbeit im KZ

18 junge Menschen aus sechs Nationen halfen in KZ-Gedenkstätte mit

MAUTHAUSEN (eg). Jugendliche aus sechs Nationen verbrachten zwei Wochen ungewöhnliche Ferien in Mauthausen und waren in der Neuen Mittelschule untergebracht. Die 18 jungen Menschen zwischen 16 und 23 Jahren kamen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Türkei, Mexiko und Bulgarien und beschäftigten sich nicht nur intensiv mit der Geschichte und den Opfern des Zweiten Weltkrieges im KZ, sondern sie arbeiteten auch, egal ob bei Hitze oder Kälte und Regen, fleißig in der jetzigen Gedenkstätte mit und halfen bei der Instandhaltung. „Bei dieser Arbeit hier am Appellplatz ist man in Gedanken den damaligen Häftlingen so nah und kann beinahe spüren, was sich hier Schreckliches abgespielt hat“, erzählt eines der jungen Mädchen ernst und die anderen pflichten ihr bei. „Für uns ist das eine ganz intensive Arbeit und hilft uns, die Geschichte zu verstehen und zu verarbeiten“, sind sich die jungen Leute einig. „Gleichzeitig erfahren die Teilnehmer des Projekts, das vom Verein Deutscher Kriegsgräberfürsorge veranstaltet wird, durch das Leben in der Gruppe, wie wir heute menschlich miteinander umgehen und Konflikte friedlich gelöst werden können“, so eine Betreuerin. Höhepunkt der zwei Wochen ist eine Theateraufführung, bei der sich die Jugendlichen mit einer Theaterpädagogin der schwierigen Vergangenheit nähern und eine Inszenierung entsteht.
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