14.07.2017, 09:02 Uhr

Aufrechterhaltung bestehender Machtstrukturen

Politik, Wissenschaft und Kirche bilden heute ein geistig träges Establishment. Entwicklung kommt immer nur von Außenseitern und wird zuerst bekämpft. Die Außenseiter sind dann Wegweiser und potentiell "Erlöser", die Problemlösungen voranbringen.

Da es legitim ist, gegenüber Außenseitern Skepsis zu zeigen, nur soviel:

Wir sollten es als geistige Energieverschwendung betrachten, über subjektiven menschlichen Geschmack oder unterschiedliche Ansichten zu diskutieren.

Ein Politiker kann sich daher ersparen, sein subjektives Programm zu diskutieren. Egoistische Subjektivität muss stattdessen in "Intersubjektivität" (= von allen Menschen wahrnehmbar) umgewandelt werden. Das ist der notwendige politisch/gesellschaftliche Prozess. Die politischen Diskussionen zeigen, dass sich praktisch in allen Akteuren innerlich etwas wehrt dagegen. Sie wollen ihr subjektives Programm umsetzen, genug verdienen und ihren Rausch leben.

Subjektiver Geschmack oder unterschiedliche Ansichten über bestimmte Sachverhalte entstehen durch die "Engstirnigkeit" eines begrenzt wahrnehmenden Bewusstseins. Wenn man sich mit subjektiven empirischen Wahrnehmungsunterschieden auseinandersetzen will, sollte man vermeiden, rechthaberisch über verschiedene Thesen und Geschmäcker zu diskutieren.

Die Ursachen liegen im Wahrnehmungssystem des Menschen. Die menschliche Fähigkeit "etwas Echtes" - sprich Ursprüngliches - zu erkennen, hat nicht das Geringste mit Deinem subjektivem Geschmack bzw. Deinen "Wissen/Glauben" zu tun.

Erkenntnis wird gesteuert von der Reife Deines Bewusstseins und Deiner Sensibilität.

Es ist die Fähigkeit, Natürliches von Unnatürlichem oder Verfälschtem, bzw. Lebendiges von Totem zu unterscheiden - und wirkliches Recht, von selbst definiertem Recht.

Durch die Fähigkeit einer wertfreien, neutralen und intersubjektiv nachvollziehbaren "Sprache" vermeidest Du den für Dein geistiges Wachstum unbedingt erforderlichen Informationsaustausch mit Deinen Mitmenschen unnötig zu behindern.

Geht ist in unserer Politik nicht in erster Linie darum, zu verhindern?
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