12.10.2017, 12:00 Uhr

Donaubrücke Mauthausen: Sanierung ohne Teilsperre 2018 möglich?

Die sanierungsbedürftige Donaubrücke Mauthausen. (Foto: Plank)

Thomas Punkenhofer: "Es gibt zumindest eine österreichische Baufirma, die Sanierung ohne dauerhafte Sperre durchführen kann."

MAUTHAUSEN. Die Donaubrücke Mauthausen wird aufgrund einer dringend nötigen Sanierung von 9. Juli bis 7. Oktober 2018 einseitig gesperrt. Außerdem kommt es von 21. Juli bis 24. September an den Wochenenden zu Totalsperren – siehe Bericht. Weil mehr als 20.000 Fahrzeuge die Brücke täglich queren, werden massive Staus befürchtet.

Brückensanierung ohne Teilsperre möglich?

Mauthausens Bürgermeister Landtagsabgeordneter Thomas Punkenhofer (SP) stellte in der Landtagssitzung am 12. Oktober eine Anfrage an den zuständigen Verkehrs-Landesrat Günther Steinkellner (FP): "Gibt es eine technische Möglichkeit, die Sanierung der Donaubrücke Mauthausen im Sommer 2018 ohne dauerhafte Sperre, wenn auch nur einer Richtungsfahrbahn, durchzuführen?
"Laut Auskunft der technischen Abteilung für Brückenbau: Nein", antwortete Steinkellner.

Punkenhofer: "Es gibt zumindest eine Baufirma, die es kann"

Punkenhofer stellte eine Zusatzfrage: "Meine Recherchen haben ergeben, dass es zumindest eine österreichische Baufirma gibt, die die Sanierung ohne dauerhafte Sperre durchführen kann. Kann eine Auftragsvergabe eine Auflage enthalten, dass man die Sanierung nur unter Aufrechterhaltung eines zweispurigen Verkehrsflusses durchführen kann?"
Steinkellner: "Die technische Abteilung hat alle Prüfungen durchgeführt, ob es eine technische Möglichkeit gibt, ohne eine halbseitige Sperre auch auszukommen, das heißt wenn beide Fahrstreifen befahren werden, eine Sanierung durchzuführen. Die Prüfung wurde bereits vor einem halben Jahr intensiv durchgeführt. Alle Variationen – von außen, von unten, vom Schiff – wurden mitgeprüft und das Ergebnis von damals war nein. Ich kann nicht eine Ausschreibung machen zu etwas, was gar nicht technisch möglich ist."

Punkenhofers Antwort dazu: "Es gibt eine Firma in Österreich die es kann, offensichtlich schaut man sich zu wenig um." Laut Steinkellner steht die Firma für die Brückensanierung noch nicht fest. "Sollte es eine Wunderfirma geben, die technisch mehr kann als die Brückenabteilung bei uns, bitte bei uns schriftlich hereinmelden. Ich sage nur: Unsere Leute hier im Amt sind absolute Experten, wir vertrauen ihnen tagtäglich, sie überwachen in Oberösterreich tausende Brücken."

Hinsichtlich der geplanten neue Donaubrücke Mauthausen sagte Steinkellner: "Leider haben wir da ein Standortproblem, dass sich Gottseidank schön langsam aufzulösen scheint, ich sehe hier ein gewisses Licht."
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