05.07.2017, 13:22 Uhr

Ried-Trainer Friedinger: "SCHÄTZE ES, DASS ICH HIER VOLLSTES VERTRAUEN IN MEINER ARBEIT SPÜRE!"

Der Rieder Erfolgstrainer Friedinger wie er leibt und lebt.
Mit großen Ambitionen geht die Union Ried in der Riedmark in die neue Saison. Und das nicht zu Unrecht. Nicht nur dass man in den letzten Jahren zum Ende der Meisterschaft immer im oberen Tabellenfeld vertreten war, sondern auch die Neuzugänge lassen den sportlichen Optimismus da. In einer Woche starten die Rieder die Vorbereitung auf die Meisterschaft, bereits am 14. Juli steht das erste Testspiel gegen Lichtenberg auf dem Programm. Wir baten den Trainer, Rainer Friedinger, zum Interview.

Herr Friedinger, sie haben das Zepter in Ried im Sommer 2014 als Trainer übernommen, seit dem geht es mit den Riedern sportlich bergauf. Was ist ihr Erfolgsrezept?

Friedinger: "Ich denke, dass es im Fußball kein Erfolgsrezept gibt. Ich versuche einfach meine Arbeit zu machen. Die Erwartungshaltung war relativ gering in der Anfangszeit. Da ist es leichter, bestimmte Dinge zu ändern und umzusetzen."

Apropos Erwartungshaltung. Die Rieder Funktionäre zeigen sich in Bezug auf einen möglichen Aufstieg in die Bezirksliga sehr bescheiden. Hat Ried, sportlich gesehen, das Zeug zum Meister der 1. Klasse NO?

Friedinger: "Natürlich hat meine Mannschaft die Möglichkeit Meister zu werden, genau wie vier bis fünf Mannschaften in dieser Liga!!"

"Hat man guten Team-Ersatz für Montri und Werner gefunden? Was macht für sie eine gute Mannschaft aus?

Friedinger: "Das wird sich zeigen, bin aber guter Dinge dass wir mit Alex Wimmer und Patrik Kirchberger die Abgänge nicht nur kompensieren konnten sondern uns gut verstärkt haben. Weiters ist ein junger Spieler aus Schwertberg zu uns gestoßen und Routinier Johannes Wögerer feiert ebenfalls ein Comeback. Der Stamm der Mannschaft ist gleich geblieben , also sollte schon eine Verbesserung möglich sein."

Der Trainer Friedinger gilt in Ried als harter Hund, der seinem Team oft auch einmal die Grenzen aufzeigt. Wo liegen ihre Grenzen?

Friedinger: "Harte Hunde als Trainer haben ausgedient, man muss natürlich eine Linie vorgeben und dieser auch treu bleiben. Ich weiß genau wo meine Grenzen liegen, das genügt mir!"

Erzrivale Mauthausen konnte bislang in ihrer Rieder Amtszeit noch nicht besiegt werden. Wie emotional ist der Meisterschaftsauftakt im Revierderby gegen diesen Gegner?

Friedinger: "Schmerzt natürlich schon, dass, seitdem ich Trainer in Ried bin kein Derby gegen die Donaumärkter gewonnen werden konnte. Um so mehr werden wir für den Saisonauftakt gerüstet sein und versuchen die Negativserie zu brechen!!"

Sie selbst sind einer der fittesten Trainer der Liga. Was machen sie für ihre Fitness?

Friedinger: "Top fit bin ich schon lange nicht mehr. Mein 20jähriges Zweikampfverhalten als Stürmer in der Kampfmannschaft mit den gegnerischen Verteidigern hat schon Spuren hinterlassen. Ich nutze aber die wenige Zeit, die ich neben dem Fußball noch habe, mich auf dem Bike fit zu halten."

Welche Tugenden fordern sie von ihren Schützlingen?

Friedinger: "Ich fordere bei jedem Spiel von jedem Spieler, dass er an seine Leistungsgrenze geht. Das Ergebnis wird sich danach schon einstellen. Sollte eine Mannschaft wirklich besser sein als wir, so ist das zu respektieren. Wenn jeder Einzelne alles gegeben hat, tut auch eine Niederlage nicht so weh.

Was macht die Union Ried in der Riedmark für sie so speziell?

"Ich gehe mittlerweile in die 4. Saison als Trainer in Ried und freue mich immer noch auf das Training bzw. die Spiele mit meiner Mannschaft. In Ried kann ich mit meinen beiden Co-Trainern (Heimo Höller und Gerhard Kaltenberger) in Ruhe arbeiten. Die Funktionäre stehen zu 100% hinter mir. Das kann man gerade, wenn man die Transferperiode und die vielen Trainerwechsel betrachtet, nicht überall behaupten. Zudem schätze ich es sehr, dass ich hier in Ried vollstes Vertrauen in meiner Arbeit spüre!"
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