22.11.2016, 09:39 Uhr

Unglaublich: David Brandl ist mittlerweile 60-facher Staatsmeister!

David Brandl (li.) mit seinem Trainer Marco Wolf. (Foto: Lukas Schmid)

David Brandl holte drei Staatsmeistertitel im Becken. Künftig will er im Freiwasser für Furore sorgen.

PERG. Schwimm-Ass David Brandl erkraulte bei den Kurzbahn-Staatsmeisterschaften in Graz die Titel über 200, 400 und 800 Meter Freistil, holte über 1500 Meter Silber. Insgesamt hält der 29-Jährige nun bei 60 Staatsmeistertiteln. Künftig will sich der dreifache Olympia-Starter auf 5- und 10-km-Bewerbe im Freiwasser konzentrieren. Trotzdem bleibt er dem Becken treu, schwimmt weiter ausgewählte Bewerbe.

BezirksRundschau: Wie kam es zu dieser Entscheidung?
Brandl: Im Becken ist es immer schneller geworden. Die Dichte an Schwimmern ist sehr groß. Außerdem habe ich viel erreicht. Ich wollte nun eine andere Variante, werde aber nicht nur im Freiwasser an den Start gehen. Ich freue mich auf die Veränderung.

Worauf kommt es im Freiwasserschwimmen an?
Du musst ein eigener Mensch dafür sein, zwei Stunden im Kopf durchdrücken. Über 10 km schwimmst du cirka zwei Stunden. Es ist vom Zeitaufwand also vergleichbar als wenn du einen Marathon laufen würdest. Beim Laufen kannst du aber essen, trinken und siehst die Umgebung. Beim Schwimmen bist du alleine mit dir und deinen Gedanken, hast sonst nichts.

Wie lauten die Ziele?
Ich kann schwer sagen, wie ich mir tue, das weiß ich vielleicht nach den ersten Weltcups. Es ist komplettes Neuland. Kollegen haben vor Jahren schon gesagt, ich solle dort hingehen. Weil ich kein Problem habe mit zwei Stunden Dauerschwimmen. Vielleicht kann ich mich ein bisschen weiter vorne etablieren als im Becken. Im nächsten Jahr will ich mir ein bis zwei Weltcups herauspicken Richtung WM in Budapest im Juli. Großes Ziel sind die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Die 10 km-Strecke ist olympisch.

Was hat sich vom Training her geändert?
Ich bleibe in Linz bei Trainer Marco Wolf und bin dort der einzige Freiwasser-Schwimmer. Trainiert wird ohnehin im Becken, fünf bis sechs Stunden am Tag. Ich habe die Möglichkeit, in Italien bei Freischwimmern mitzutrainieren. Im Moment baue ich meine Ausdauerleistung auf.

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