13.10.2014, 12:23 Uhr

Almobmann wurde mit Standing Ovations verabschiedet

Obmann Johann Holzmann überreicht Ehrenobmann Johann Gradl die Urkunde. (Foto: Dieter Hawlan)

Ein österreichisches Urgestein und ein Pionier in Sachen erfolgreicher, ländlich peripherer Regionalentwicklung übergab nach über 21 Jahren Obmannschaft sein Amt an seinen Nachfolger.

MÜHLVIERTEL. 130 stimmberechtigte Delegierte und Freunde sowie zahlreiche Ehrengäste waren der Einladung der Mühlviertler Alm zur außerordentlichen Vollversammlung nach Mönchdorf am 10. Oktober gefolgt. Das hatte auch seinen Grund, denn es mussten wichtige Weichen für die Zukunft gestellt werden. Almobmann Johann Gradl und Geschäftsführer Klaus Preining gaben einen Bericht über das letzte Arbeitsjahr, die Sparkasse Pregarten-Unterweißenbach und die Raiffeisenbank Mühlviertler Alm wurden als fördernde Mitglieder aufgenommen, bevor der gesamte Vorstand seine Ämter niederlegte. Notwendige Anpassungen der Vereinsgremien für die neuerliche bevorstehende Bewerbung als Leaderregion 2014-2020 waren der Grund für diese Neuwahlen. Obmann Hans Gradl sowie die langjährigen Funktionäre Ernst Lasinger und Stefan Rudelstorfer kündigten bereits vor langer Zeit an bei dieser Vollversammlung und nach Fertigstellung der lokalen Entwicklungsstrategie ihre Ämter zu übergeben.

„Es war eine sehr schöne, ab und zu auch nicht ganz leichte Zeit, aber ich möchte keinen Tag missen. Durch Zusammenhalt, Engagement, Mut und gegenseitigem Vertrauen haben wir in den letzten zwei Jahrzehnten für unsere Region viel erreicht und das erfüllt mich auch mit stolz. Ich habe dieses Amt dank der großartigen Unterstützung meiner Frau Christine und meiner Familie sehr lange ausüben können,“ so Hans Gradl bei seinen Abschiedsworten. Minutenlange Standing Ovation der Vollversammlung waren ein sichtbarer Ausdruck, dass dieser Mann Großes für die Mühlviertler Alm geleistet hatte.

Bürgermeister Martin Mayringer aus Pierbach fungierte als Wahlleiter und durfte schließlich dem neugewählten Team sehr herzlich zu einer einstimmigen Wahl gratulieren. Der neu gewählte Obmann ist kein Unbekannter: Bürgermeister Johann Holzmann aus Königswiesen ist bereits seit vielen Jahren Obmannstellvertreter im Almvorstand und trägt den „Almspirit“ weiter. „Mit großer Demut nehme ich dieses Amt an, denn die Schuhe, in die ich trete, sind sehr, sehr groß. Ich werde mich bemühen, auch in Zukunft unsere Aufgaben bestmöglich zu erfüllen. Dank eines großartigen Teams bin ich zuversichtlich, dass wir den erfolgreichen, weitblickenden Weg der Mühlviertler Alm fortführen können,“ so der neue Obmann Holzmann. Ihm zur Seite stehen neben Bürgermeister Franz Xaver Hölzl und Bezirksbauernkammerobmann Josef Mühlbachler als Obmann-Stellvertreter noch 21 weitere engagierte Damen und Herren der Region.

Hans Gradl wurde zum Ehrenobmann, Ernst Lasinger zum Ehren-Schriftführer, Stefan Rudelstorfer zum Ehren-Finanzreferenten sowie Almdechant in Ruhe Hansjörg Wimmer und Alfred Schmalz zu Ehrenmitgliedern des Verbandes Mühlviertler Alm ernannt. Hofrat Johann Gruber vom Abteilung Land- und Forstwirtschaft des Landes OÖ, Bezirkshauptmann Alois Hochedlinger und Landtagsabgeordnete Gabriele Lackner-Strauß stellten sich als Gratulanten ein und würdigten die enormen Leistungen von Hans Gradl und seinem Team.

Nachdem die Vollversammlung die in den letzten 18 Monaten entwickelte und nun von Geschäftsführer Klaus Preining niedergeschriebene Entwicklungsstrategie einstimmig beschlossen hatte, verabschiedete sich das Team des Mühlviertler Almbüros bei den scheidenden Vorstandsmitgliedern mit einer netten Karikatur. Sie zeigt die Vorstandsmitglieder bei ihrer täglichen Arbeit für die Mühlviertler Alm. „Wir haben von den Besten der Besten in Sachen ländlicher Regionalentwicklung lernen dürfen. Ihr habt uns den Geist der Alm eingehaucht, immer den Rücken gestärkt und auch mit Kräften unterstützt,“ dankte der Geschäftsführer.

Der nächste Meilenstein für die Mühlviertler Alm ist wieder die erfolgreiche Anerkennung als Leaderregion 2014 bis 2020. Die Region hat ihre Hausaufgaben gemacht und ein gutes Konzept erstellt. Man ist zuversichtlich, dass die Region bei ihrer vorbildlichen Regionalentwicklung auch in Zukunft auf das Förderprogramm Leader zählen kann.
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