08.02.2017, 18:01 Uhr

Hilferuf! Verkauf der Donau-Uferbahn-Trasse stoppen

Donauuferbahn in NÖ darf nicht sterben.
BEZIRK. Der letzte Rettungsversuch, die Donauuferbahn (Dub) im Abschnitt Weins/Isperdorf-Emmersdorf in Niederösterreich nicht endgültig sterben zu lassen, wird von den Bürgermeistern und Gemeinderäten der acht Bahn-Anrainergemeinden im Bezirk Perg unterstützt. „Mittlerweile geht es um den letzten rechtlichen Schritt, um das Strecken-Auflassungsverfahren, den Verkauf der Bahntrasse an Private. Es geht um die Forderung an das Land NÖ und an das Verkehrsministerium, dieses Auflassungsverfahren zu unterbrechen“, informiert der aus Arbing stammende Heinrich Höbarth. Er gründete 1986 die Fördergemeinschaft Donauuferbahn. Anlass dieser Arbinger Initiative war die drohende Einstellung des Bahn-Verkehrs auf der gesamten Strecke St. Valentin-Krems.

Im Vorjahr übermittelte Ferdinand Gaisberger aus Arbing, Obmann der Fördergemeinschaft Donauuferbahn, eine Petition der Bürgermeister an die Bundesminister Jörg Leichtfried und Andrä Rupprechter. Inhalt: Abwendung des Einstellungsverfahrens, Stopp des Trassenverkaufs in NÖ, Sicherstellung eines erneuten Zugangebots zwischen Linz und Krems. Derzeit unterschreiben die Gemeinderäte der ach Dub-Anliegergemeinden im Bezirk eine weitere Petition zur Rettung der Dub in NÖ.

2010 wurde der Regelverkehr auf dem gesamten niederösterreichischen Dub-Abschnitt eingestellt und durch Busse ersetzt. Nur der Güterverkehr von Weins/Isperdorf Richtung Westen blieb für Holztransporte aufrecht. Da 2013 die B3 vom Hochwasser überschwemmt wurde und die Busse beschwerliche Umwege übers Hinterland fahren mussten, forderten die Wachau-Gemeinden, dass der Bahnbetrieb wieder aufgenommen wird. Seither gibt es Tourismuszüge zwischen Krems und Emmersdorf. “Zwischen Emmersdorf und Weins/Isperdorf wachsen an manchen Stellen der Bahntrasse schon die Sträucher“, informiert Heinrich Höbarth.

Die Bahn-Befürworter bringen viele Argumente für eine durchgehende Dub in NÖ: Hochwassersicherheit, Entlastung des Güterverkehrs auf der B3, Ergänzung zum Rad-Tourismus.
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