12.03.2017, 21:34 Uhr

Nicht verheiratet, keine Betriebs-Hilfe nach Tod des Partners: Hofrundgang in der Raiffeisenbank Perg:

Christoph Mayrhofer, Theresia Meier, Barbara Payreder, Gabriele Hebesberger, Klaus Drabek (Foto: privat)
PERG. Der Sozialpolitische und rechtlicher Hofrundgang in der Raiffeisenbank Perg brachte wichtige Informationen. Eingeladen dazu haben Beziksbäuerin Barbara Payreder, Jungbauernobmann Christoph Mayrhofer und Klaus Drabek von den Raiffeisenbanken.

Theresia Meier, Obfrau der Sozialversicherung der Bauern berichtete über die Versicherungs-Angebote. Gabriele Hebesberger von der Rechtsabteilung der Landwirtschaftskammer OÖ referierte zum Thema „Rechtlicher Hofrundgang“.
Die rechtlichen Fragen zur Hofübergabe waren ein Schwerpunkt-Thema. Wenn junge Betriebsnachfolger nicht verheiratet sind, kann bei einem plötzlichen Todesfall eines Partners keine Betriebshilfe von der Sozialversicherung der Bauern (SVB) in Anspruch genommen werden und es gibt keine Witwenpension. Angeboten werden von der SVA Gesundheits- und Erholungswochen für alle Altersgruppen, Unterstützung für pflegende Angehörige oder Betriebshilfe bei besonderen Umständen wie Erkrankung, Unfall oder Todesfall.
Klaus Drabek, Geschäftsführer der Raiffeisenbank Perg, ermutigte die Anwesenden, sich trotz Pauschalierung genauer mit den "Zahlen" des Betriebes auseinanderzusetzen: „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es aus meiner Sicht ganz wichtig zu schauen, wo und womit kann ich Geld verdienen. Wie ist meine Arbeitskraft am besten eingesetzt und vor allem, wo soll es zukünftig hingehen.“

Barbara Payreder:
Bei der Arbeit in der Natur ist nicht alles vorherplanbar. Als Bauer oder Bäuerin muss man sich rasch ein- oder umstellen können, zB dem Wetter anpassen. Naturextreme werden immer häufiger (Hochwasser, Dürre, Hagel, Sturm etc.) Und auch im Leben ist nicht immer alles vorherplanbar und deshalb ist es wichtig zu wissen, an wen oder wohin man sich in besonderen Situationen wenden kann. Ein verlässlicher und wichtiger Partner ist da die Sozialversicherungsanstalt der Bauern.
Für rechtliche Fragen rund um die Landwirtschaft und das Leben auf einer Landwirtschaft ist die Landwirtschaftskammer eine wichtige Anlaufstelle.
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