Klimawandel im Pielachtal
Klima-Pioniere aus dem Pielachtal

"Auch auf der Schule haben wir PV-Anlagen", Anton Gonaus.
  • "Auch auf der Schule haben wir PV-Anlagen", Anton Gonaus.
  • Foto: Tanja Handlfinger
  • hochgeladen von Tanja Handlfinger

Kleine Schritte für ein besseres Klima: Unsere Gemeinden steuern mit LEDSs, E-Autos und Solaranlagen dem KLimawandel entgegen.

PIELACHTAL (th). Klimakrise: Die Welt redet über Elektroautos, CO2-Abgabe und Steuern auf unser Schnitzel. Alles, um Energie zu sparen und unser Klima zu retten. Unsere Gemeinden im Pielachtal sind da oft schon einen Schritt weiter. Sie reden nicht, sie handeln. Immer mehr Straßenlaternen leuchten mittels LED, immer mehr Gemeindefahrzeuge sind E-Autos und immer mehr Gemeindeämter haben eine Photovoltaikanlage am Dach. Wir stellen Klima-Vorreiter im Bezirk vor.

Pielachtaler als Pioniere

Ober-Grafendorf ist seit 20 Jahren Klimabündnisgemeinde. "Das Klima retten, besteht aus zwei Dingen", so Ortschef Rainer Handlfinger, "einerseits muss man das Klima schützen, um den Klimawandel abzuwenden, auf der anderen Seite geht es um Klimaanpassung." Man müsse sich Gedanken machen, wie man den Wald klimafit macht, wie man Starkregenereignisse in den Griff bekommt und vieles mehr. 50 Prozent des Gemeindegebietes sind bereits mit LED-Straßenlaternen ausgestattet. Drei E-Autos sind im Einsatz: Essen auf Rädern, Bauhof und E-Carsharing. Photovoltaikanlagen findet man am Gemeindeamt, der Schule, dem Kindergarten, am Bauhof und am Altstoffsammelzentrum. Das ist nur ein Bruchteil von Dingen, die in der Gemeinde zum Klimaschutz getan werden.

Wir müssen das Klima schützen, um den Klimawandel abwenden zu können. Rainer Handlfinger

In Kirchberg merkt man das Klimabewusstsein: Sieben, von der Gemeinde mitfinanzierten, Photovotaikanlagen sind in Betrieb, ein Elektorauto am Bauhof im Einsatz und mehr als die Hälfte der Leuchtmittel sind auf LED umgestellt worden. Kirchberg setzt auf Nachhaltigkeit. "Die nachhaltigste Energiegewinnung ist unser Wasserkraftwerk", erklärt Ortschef Anton Gonaus. Im Notfall werden die wichtigsten Gebäude von der Gemeinde mit Strom selbstversorgt.

Der Bezirk im Überblick

"Bezüglich der Gemeinden im Bezirk kann ich beruhigt feststellen, dass großes Problembewusstsein herrscht. Das zeigt nicht nur der hohe Anteil an Klimabündnisgemeinden, sondern auch die Zahlen selbst", so Herbert Wandl, Gerersdorfs Bürgermeister und Obmann vom NÖ Gemeindebund. 12.000 LED-Lichtpunkte zeigen, dass zu diesem Thema finanzielle Beiträge geleistet werden. "Nicht alle Anschaffungen von E-Autos durch die Gemeinde sind seitens des Landes erfasst. Für 19 Fahrzeuge im Bezirk gab es bis jetzt die Umstiegsförderung. Weitere sieben wurden über eine gemeinsame Ausschreibung des Landes angeschafft", erklärt er. "Der tatsächliche Schlüssel zum Erfolg zur CO2-Reduktion liegt in der Verbesserung des öffentlichen Verkehrs", so Wandl. Bewusstseinsbildung seitens der Gemeinden werden gut wahrgenommen. Viele Gemeinden sind schon lange Mitglieder beim Klimabündnis. Im Österreichvorstand des Klimabündnisses ist der Bezirk mit zwei von gut einem Dutzend Vorstandsmitgliedern vertreten: Rainer Handlfinger und Herbert Wandl.

Zur Sache

Anzahl der Klimabündnisgemeinden: 987 von 2096 österr. Gemeinden (47%), 355 von 573 NÖ Gemeinden (62%) und 33 von 45 Gemeinden im Bezirk (73%).

Autor:

Tanja Handlfinger aus Pielachtal

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