Regionale Betriebe in der Krise stärken

Das Corona-Virus hält uns seit Tagen in Atem. Viele Geschäfte und Lokale haben nun geschlossen, viele Menschen arbeiten von zu Hause aus und auch das öffentliche Leben ist auf ein Minimum reduziert. Diese Maßnahmen sind mitunter notwendig, um das Virus möglichst rasch einzudämmen, jedoch stellen sie unter anderem auch die heimische Wirtschaft auf die Probe.

Große Online-Versandketten boomen durch diese Krise wie nie zuvor. Doch ist es nicht an der Zeit, schön langsam umzudenken? Für kleine, heimische Unternehmen stellen die internationalen Online-Riesen schon seit längerem eine Existenzbedrohung dar. Klar - mit den verlockend günstigen Preisen kann da ein kleines Unternehmen oft nicht mithalten. Doch gerade jetzt wäre es so wichtig, nicht nur gemeinsam dafür zu sorgen, das Virus einzudämmen, sondern auch dazu beizutragen, die heimische Wirtschaft zu stärken, die jetzt massive Umsatz-Einbrüche erleben muss.

Viele kleine Unternehmen bieten deshalb nun verstärkt an, Online bei ihnen zu bestellen. Einige von Ihnen liefern im Moment auch kontaktlos vor die Tür. Um diese Unternehmen besser miteinander zu vernetzen und dadurch ihr Überleben zu sichern, hat sich "Mein Regionalis" Gründer Peter Patak etwas einfallen lassen: "Unsere Seite ist ein Online Marktplatz für Produkte aus der Region. Wir spüren jetzt ganz stark, dass die Nachfrage an heimischen Produkten und lokalen ProduzentInnen sehr hoch ist. Immer mehr Menschen wollen Produkte aus ihrer Umgebung beziehen. Es melden sich nun auch immer mehr Unternehmen auf unserem Online Marktplatz an, um ihre Produkte dort verkaufen zu können und um sich untereinander zu vernetzen. Im Moment bieten auch einige unserer ProduzentInnen eine versandkostenfreie Zustellung an, was für die Kunden bestimmt ein zusätzlicher Anreiz ist, hier bei uns einzukaufen."

Aber auch die UnternehmerInnen selbst setzen jetzt verstärkt auf Online-Versand und Lieferung bis vor die Haustür. So liefert etwa der Bioladen Gut Ding aus St. Pölten Frisches Obst und Gemüse, Brot, Milchprodukte, Tee, Gewürze, Getränke oder Hygieneartikel jeden Montag und Freitag auch ins Pielachtal. Und auch die Frankenfelser Mädels von Ecolodge Fashion wollen in Zeiten wie diesen den Menschen die Möglichkeit bieten, nachhaltige Bio-Mode so bequem wie möglich einkaufen zu können: "Uns ist natürlich bewusst, dass T-Shirts, Pullis oder Stirnbänder momentan bei vielen Menschen nicht an oberster Stelle stehen. Trotzdem: Wir müssen das Beste aus der Situation machen und bieten bis 1. April minus 15% auf die aktuelle Kollektion sowie eine versandkostenfreie Lieferung an. Für alle, die sich auch in dieser schwierigen Zeit etwas gönnen wollen!"

Doch wie findet man heraus, welche ProduzentInnen nun auch Online verschicken? Nunu Kaller, eine österreichische Bloggerin, hat sich in den vergangenen Tagen die Mühe gemacht, eine Liste all dieser Kleinunternehmen zu erstellen und Online auf ihrer Homepage www.nunukaller.com zu veröffentlichen. Fazit: Auf der Seite herrschte in den letzten Tagen so ein starker Andrang, dass sie zusammengebrochen ist. An einer Lösung werde aber rasch gearbeitet.

Man sieht, jede Krise birgt auch Hoffnung. Und vielleicht ist der Zeitpunkt nun gekommen, um wieder verstärkt auf das Heimische und Regionale zurückzugreifen. Damit würden über lang oder kurz nicht nur die ProduzentInnen selbst profitieren, sondern auch die Menschen und natürlich auch die Umwelt, weil dann damit aufgehört wird, zig Millionen Waren rund um den Globus zu schicken, die man vielleicht hierzulande auch beziehen hätte können.

Autor:

Barbara Pletzer aus Pielachtal

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