22.11.2016, 13:36 Uhr

Das amüsiert nicht jeden

Gottfried Waldhäusel läutet die Faschingszeit ein. (Foto: FPÖ)

Ein Faschingsscherz der FPÖ sorgt in Ober-Grafendorf für Rätselraten und Unverständnis.

OBER-GRAFENDORF (red). In einer Presseaussendung kündigt FPÖ-Klubobmann Gottfried Waldhäusel weitere Sanktionen nach der „Radweg-Causa“ von Ex-Verkehrssprecher Erich Königsberger an. Königsberger war im alkoholisierten Zustand auf der Kremser Donaubrücke mit dem Auto auf dem Radweg gefahren. Die vermeintlich ernstgemeinte Pressemeldung entpuppte sich als Faschingsscherz. Sie wurde am 11.11. versandt.
Es heißt darin, "FPÖ-Politiker muss nach Verkehrsvergehen eine Woche lang Radweg sichern", und weiter, "Ich habe ihn als Klubobmann nunmehr zu einer unkonventionellen Strafe verdonnert: Königsberger muss zum Sommerbeginn eine Woche lang besagten Radweg sichern!“ (Zitat Waldhäusel) Dem nicht genug, verlautbart Gottfried Waldhäusel in der falschen Presseaussendung auch: "Erich Königsberger ist ja von Brotberuf Polizist und hat sicherlich Erfahrung im Sichern von Verkehrswegen. Aus diesem Grund finde ich es angebracht, wenn er sich als Akt der Wiedergutmachung für die Radfahrer einsetzt und am Ort des Geschehens, der Donaubrücke bei Krems, Buße tut."

Zeichen setzen

Im Gespräch mit den Bezirksblättern meint Erich Königsberger, dass er anfangs selbst überrascht war, als er von dieser Meldung hörte, bis ihm klar wurde, dass es sich offenbar um einen Scherz handle. Er verspricht aber, dass er selbst ein Zeichen setzen möchte und eine öffentliche Wiedergutmachung für sein Verkehrsvergehen plane.

Nicht lustig

Ober-Grafendorfs Bürgermeister Rainer Handlfinger versteht in der "Radweg-Causa" keinen Spaß und vermutet interne Zwistigkeiten in der FPÖ, die die Landesführung zu einer solchen Vorgehensweise bewegt. Für Verkehrssünder wünscht sich Handlfinger eine gerechtere Bestrafung: "Helfen würden Strafen, die sich auf das monatliche Gehalt beziehen." Wären Strafen nämlich ans Gehalt gekoppelt, dann würden sie jedem "weh" tun, momentan gebe es viele Gutverdiener, denen geringe Strafen nichts ausmachen würden, wobei Geringverdiener sehr wohl hart abgestraft würden.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.