15.10.2014, 15:34 Uhr

Giftige Stoffe rollen durchs Tal

(Foto: Franz Dirnbacher)

Giftig und hochexplosiv – Gefahrengüter auf Straße und Schiene. Auch in Haushalten schlummern Gefahren.

PIELACHTAL (red). Sie sind explosiv, hochgiftig, radioaktiv oder brennen einfach nur verdammt gut. Millionen Tonnen Gefahrengut lagern in heimischen Firmen oder rollen über Straßen und Schienen. Die Bezirksblätter sprachen mit den Experten.

Gefahrengüter im Tal selten
Andreas Ganaus, Feuerwehrkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Schwarzenbach, bestätigt zwar, dass es überall Gefahren gibt, dass große Gefahrengüter-Transporte im Pielachtal aber eher die Seltenheit darstellen. "Praktisch hat jeder von uns ein Gefahrengut irgendwo daheim stehen. Jeder Greißler, Privathaushalt und landwirtschaftlicher Betrieb besitzt gefährliche Güter. Wenn es zu Einsätzen kommt, dann sind das eher kleinere", gibt Ganaus bekannt.

Feuerwehren sind gerüstet
"Wir üben den Extremfall im Rahmen unserer Winterschulung. Hierbei liegen die Schwerpunkte vor allem im Erkennen der Gefahr, dem Einschätzen der Situation, der Analyse der Gefahr, dem Setzen von Erstmaßnahmen und der Anforderung der Spezialgeräte", so Günter Stamberg, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Prinzersdorf.

Nicht den Helden spielen
Wenn man im Notfall zu einem Unfall mit Gefahrengut kommt, dann sollte man sich laut Stamberg wie folgt verhalten: "Notruf wählen, auf keinen Fall hingehen und den Helden spielen. Den Selbstschutz immer beachten, denn ein Laie wird es schwer erkennen können, ob es sich um ein Gefahrengut handelt oder nicht. Bei Verdacht deshalb Notruf 122 wählen und abwarten."
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