01.12.2016, 16:21 Uhr

Sechs Tote in Böheimkirchen

Spurensicherung am Tatort

++2. Dezember 2016, 15:30, Frau schoss mit registrierter Faustfeuerwaffe++

Wie die Staatsanwaltschaft nun bestätigt, handelt es sich bei der Mordwaffe um eine registrierte Faustfeuerwaffe, die auf die Mutter der mutmaßlichen Täterin zugelassen war. Infos zu Motiv und Tathergang weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.

++2. Dezember 2016, 11:30, Familie lebte 20 Jahre zurückgezogen in Kirchstetten++

Die Familie lebte, bevor sie 2015 nach Schildberg zog, fast 20 Jahre in Kirchstetten. Ortschef Paul Horsak verrät im Gespräch mit den Bezirksblättern: "Meine Berührungspunkte mit der Familie waren auf die Schule und den Kindergarten beschränkt. Sie lebten fast zwanzig Jahre hier bei uns in der Gemeinde. Sie waren aber überhaupt nicht eingebunden. Man traf sie bei keinen öffentlichen Festen oder dergleichen.
Kirchstettens Ortschef bestätigt die Zurückgezogenheit der gesamten Familie.
Obwohl man die Familie kaum kannte, ist die Betroffenheit in Kirchstetten dennoch groß. „Auch wenn man nicht persönlich mit ihnen zu tun hat, ist das eine schreckliche Tat und man fühlt sich betroffen“, so Horsak.
In der Schule waren die Kinder laut Horsak ganz normal integriert. „Da gab es keine Auffälligkeiten.“
20 Jahre lebte die Familie in der Gemeinde Kirchstetten. „Die Familienkonstellation Mutter, Großmutter, Bruder und später die Kinder bestand immer“, bestätigt Horsak.
„Mit dem Bruder habe ich den Jahren kein einziges Wort gesprochen.“

++2. Dezember 2016, 10 Uhr, Pressekonferenz in der VS Böheimkirchen++

Die Direktorin der Volkschule Böheimkirchen und der Ortschef nehmen in diesen Minuten gegenüber der Öffentlichkeit Stellung.
Die Direktorin der VS Böheimkirchen gibt bekannt, dass die Mutter ihre Kinder mit der Begründung, dass ihre Großmutter gestorben sei, am 21. November vom Unterricht enstschuldigen ließ.

++2. Dezember 2016, 9:20, Mutter soll Kinder vor der Tat in der Schule entschuldigt haben++

Informationen des Böheimkirchner Bürgermeisters zufolge soll die Mutter ihre Kinder in der Schule entschuldigt haben. "Nach meinen Informationen soll die Mutter gesagt haben, dass die Kinder aufgrund einer Erkrankung der Großmutter die Schule einige Tage nicht besuchen können", so der Ortschef.
Außerdem soll laut Staatsanwaltschaft der Arbeitgeber eines Opfers die Behörden verständigt haben, weil die Person längere Zeit nicht zur Arbeit erschienen ist."
Das Tatmotiv und wie lange die sechs Personen bereits tot waren, liegen noch im Dunkeln.

++2. Dezember 2016, 8:50, Obduktionen werden mehrere Tage in Anspruch nehmen++

Wie andere Medien bereits berichten, soll es sich bei dem Fall in Schildberg um ein Familiendrama handeln. Eine 35-jährige Mutter soll ihre Mutter (59), ihren Bruder (41) und ihre drei Kinder (7, 9, 10) mit einer Pistole erschossen haben. Der Fall flog auf, da sich ein Nachbar wunderte, seit einiger Zeit kein Lebenszeichen rund um das Haus wahrzunehmen. Dieser Nachbar rief die Polizei, die dann gestern Nachmittag den grausigen Fund machte.
Was die Identität der Leichen betrifft, könne man seitens der Staatsanwaltschaft St. Pölten nach wie vor keine Aussagen machen: "Eine Obduktion wurde angeordnet. Dem ersten Augenschein zufolge handelt es sich nach Mord und Selbstmord. Die Obduktion der sechs Leichen werden mehrere Tage in Anspruch nehmen."

++1. Dezember 2016, 18:30, Pressekonferenz im Justizministerium Wien++

Die leitende Staatsanwältin Michaela Schnell konnte keine neuen Details zu dem Drama in Schildberg bekannt geben. Sie verwies auf die andauernden Ermittlungen.

++ 1. Dezember 2016, 17:30, erste Stellungnahme des Bürgermeisters++

In einer ersten Stellungnahme zeigt sich Bürgermeister Johann Hell tief betroffen: "Seitens der Gemeinde herrscht tiefe Betroffenheit. Alle sind gerührt von dem Ereignis. Wir können uns derzeit gar nicht vorstellen wie es zu so einem Drama kommen konnte."
Hell kannte die im Jahr 2015 zugezogene Familie nicht. "Persönlich habe ich sie nicht gekannt." Die Familie soll sehr zurückgezogen gelebt haben. "Nachbarn erzählen, dass sie nicht sehr gesellig waren. Sie haben sich nicht in die Gemeinschaft eingelebt", so Hell.
"Irgendwelche Auffälligkeiten bemerkte man aber in der Nachbarschaft nicht", gibt Ortschef Hell bekannt.

++ 1. Dezember 2016, 17:05, Neue Details

Wie die Staatsanwaltschaft St. Pölten berichtet, geht man vorerst von einem Gewaltverbrechen aus. "Die Obduktion zeigt dann Näheres", heißt es im Gespräch mit den Bezirksblättern. "Fix ist, dass es sich um sechs Tote Personen handelt."
Derzeit kursieren im Netz bereits Gerüchte rund um den Tathergang, bei dem eine Frau ihre Mutter, ihren Bruder und die Kinder ermordete und sich dann selbst gerichtet haben soll. Laut Staatsanwaltschaft St. Pölten kann man diese Vermutung derzeit nicht bestätigen. Die Polizei ermittel weiter auf Hochtouren.
"Das sind Gerüchte, die wir zu diesem Zeitpunkt definitiv nicht bestätigen können", heißt es seitens der Staatsanwaltschaft.

Tote in Böheimkirchen

BÖHEIMKIRCHEN (ah). Sechs Tote wurden heute laut Polizeiangaben in einem Haus in Böheimkirchen entdeckt. Wie die Staatsanwaltschaft St. Pölten bestätigt, wird ein Gewaltverbrechen nicht ausgeschlossen. Weiters bestätigt die Staatsanwaltschaft, dass eine Obduktion angeordnet wurde und man davon ausgehe, dass es sich um mehrfachen Mord und Selbstmord handle. Weitere Details zu dem Drama sind momentan nicht bekannt. Die Polizeiermittlungen laufen auf Hochtouren.
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Gerald Willinger aus Gmünd | 02.12.2016 | 22:22   Melden
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