Gewisse Tage

Du kennst das sicher auch.
Es gibt gewisse Tage,
an denen ist alles eine Plage
und letztlich nur Schall und Rauch.

Die Arbeit geht schwer von der Hand,
Du fühlst dich müde, fühlst dich krank.
Die Laune ist im Keller,
der Tag... ja, der wird auch nicht heller.

Die Kinder tanzen auf dem Kopf herum
und hängen an dir ohne Pause.
Du schaust zum Himmel: Warum?
Doch dort ist heute wohl niemand zu Hause.

Um fünf kommt die Frau, auch müde,
und erteilt dir gleich mal eine Rüde.
Du fungierst als ihr Frustventil.
Ansonsten spricht sie nicht viel.

Wenn abends dann die Kinder schlafen,
verlässt du den heimatlichen Hafen
und schweifst in der Gegend umher.
Huuuu! Der Tag war schwer.

Die Sonne neigt sich am Horizont,
Verkehr und Vögel werden leiser.
Ruhe: ungewohnt.
Jetzt bist du Kaiser.

Da ist die Bank. Da ist der Bach.
Dort drüben rodeln wir im Winter.
Ah, Susanne ist noch wach
(und offensichtlich auch ihre Kinder).

Von den Feldern riecht´s nach Mist.
Von oben grüßen die ersten Sterne.
Wo der Himmel nah der Erde ist,
dort lebt man gerne.

Zufrieden kehrst du heim
und siehst kurz zu den Kindern ins Zimmer:
es könnte noch viel, viel schlimmer,
doch kaum viel schöner sein.

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