Weihnachtsabend

Die Kirchturmuhr schlägt. Es wird Zeit.
Sichtbar steigt unser Atem in den klaren
Himmel, wo seit Millionen Jahren
der Sternenglanz die Nächte weiht.

Der Weg ist nicht weit und unbeschwerlich.
Er führt geheimnisvoll durch den Wald.
Wir atmen ein - es duftet herrlich
nach den Bäumen, die groß und alt

uns wie ein schwarzes Zelt umgeben.
Zur Stunde schweigt und ruht das Leben.
Wir gehen...kaum dass man uns hört,
damit niemand die Ruhe hier stört.

Der Wald entlässt uns ins Freie.
Der weite Sternenhimmel tut sich auf.
Wir bleiben stehen und starren hinauf.
Die Ruhe findet uns aufs Neue.

Die Kirchturmuhr schlägt. Es ist Zeit.
Leise treten wir ein. Die Plätze
sind besetzt - trotzdem ist man bereit,
uns Platz zu machen, ohne Geschwätze.

Der Pfarrer hebt die Arme und feuchtet die Lippe.
Hinter ihm liegt das Jesukind in der Krippe.
Beleuchtet von einem bescheidnen Kerzenschein
braucht es nicht mehr, um König zu sein.

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