Auszeichnung
"Am Puls der Zeit"

Ein Selfie mit den Ideengeberinnen und Projektbetreuerinnen von „Querbeet“ bei der Auszeichnung der Siegerprojekte: Katrin Reiter und Andrea Folie mit Kollege Hermann Hollaus
  • Ein Selfie mit den Ideengeberinnen und Projektbetreuerinnen von „Querbeet“ bei der Auszeichnung der Siegerprojekte: Katrin Reiter und Andrea Folie mit Kollege Hermann Hollaus
  • Foto: Reiter
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SAALACHTAL. Unter 56 Einreichungen wurde „Querbeet“  im Stift Göttweig (NÖ) in der Kategorie „Gesellschaft und Gemeinwohl“ vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus als Siegerprojekt ausgezeichnet. Der Projektwettbewerb „Wertschöpfung am Land“ wurde 2018 vom Netzwerk Zukunftsraum Land ausgeschrieben. „Professionell und am Puls der Zeit“, so lautete die Begründung der Jury. Gewürdigt wurden auch die umfassende Herangehensweise und die Ausrichtung an den Bedarfen der Menschen in der gesamten Region mit einem starken Netzwerk aus Bildung und Kultur.

„Querbeet ist aus ehrenamtlichem Engagement entstanden und konnte vom Salzburger Bildungswerk mit Personalstruktur nachhaltig weiterentwickelt werden“, so Dipl. Ing. Richard Breschar, Direktor des Salzburger Bildungswerkes. „Ich freue mich, dass dieses Potential vom Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus erkannt und gewürdigt wird.“

„Querbeet“ legt neue Wege vor

Es ist das erste Mal, dass aus dem Salzburger Raum ein Bildungs- und Kulturprojekt in diesem Rahmen ausgezeichnet wurde. Bildung und Wissen ist für Projektleiterin und Ideengeberin Mag. Andrea Folie der Boden für Regionalentwicklung, damit Menschen in ihren Bereichen gut arbeiten können. „Ich sehe es als großen Fortschritt, dass mit dieser Auszeichnung von Querbeet erstmals Kultur und Bildung als wesentliche Faktoren der Regionalentwicklung anerkannt werden“, so Folie. „Regionalentwicklung wird oft auf Landwirtschaft und Tourismus reduziert. Dabei geht es neben Infrastruktur und Wertschöpfung in der Region gerade um das gemeinschaftliche Zusammenleben, um beispielsweise der Abwanderung im ländlichen Raum entgegenzuwirken.“

Kultur- und Bildungsvermittlung

Der Fokus des Projekts „Querbeet“ liegt in der Kultur- und Bildungs- vermittlung. Ziel ist es, das Thema der interkulturellen Bildung beziehungsweise den Umgang mit der lokalen Kulturvielfalt in den Gemeinden aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und
entsprechende Sensibilisierungsmaßnahmen zu setzen. Darüber hinaus soll der Zusammenschluss von Netzwerken im Bereich Bildung, Kunst und Kultur auf regionaler und überregionaler Ebene gefördert werden.

Ein Konzept auf zwei Ebenen

Einerseits werden gemeinsam mit Gemeindebediensteten, Vereinen, Schulen und neu-Zugezogenen individuelle, gemeindespezifische Projekte entwickelt und umgesetzt. Die Bandbreite reicht von Schul- workshops (z.B. Anne Frank Ausstellung) und Einzelprojekten mit Vereinen (Theaterworkshops, Webinare) bis hin zu Veranstaltungen mit Expertinnen und Experten (z.B. Wandel im Tourismus – digital und interkulturell, Informationstour zu Beruf und Bildung) und Indi- vidualkonzepten (z.B. Interreligiöse Dialoge, Stammtischgespräche). Andererseits werden ein lokales Rahmenprogramm (Migrationsdialoge, Gespräche mit Politikerinnen und Politikern, Konzertbesuche usw.) sowie zusätzliche Vernetzungsmöglichkeiten für die Akteurinnen und Akteure geschaffen.

Einmal im Jahr findet der sogenannte „Querbeettag“ statt, an dem die Projekte einem breiteren Publikum (Landes- und Lokalpolitik, Schulen, Interessierte) präsentiert werden.

Entwickelt wurde „Querbeet“ von Mag. Andrea Folie und Katrin Reiter MA. Mit dem Zukunftslaborpreis 2015 vom Land Salzburg konnte das Projekt selbstständig mit den Gemeinden Saalfelden und Lofer starten. Seit 2017 läuft Querbeet im Pinzgauer Saalachtal erfolgreich und wird ab 2019 auch im Pongau starten.

Autor:

Gudrun Dürnberger aus Pinzgau

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