Nationalpark
Die Sulzbachtäler sind nun Welt-Wildnisgebiet

Feierliche Überreichung der IUCN Urkunde im Nationalparkzentrum Mittersill: Nationalparkdirektor Wolfgang Urban, Maria Patek (Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus), Andrej Sovinc (Vice-Chair Europa IUCN) und Landesrätin Maria Hutter
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  • Feierliche Überreichung der IUCN Urkunde im Nationalparkzentrum Mittersill: Nationalparkdirektor Wolfgang Urban, Maria Patek (Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus), Andrej Sovinc (Vice-Chair Europa IUCN) und Landesrätin Maria Hutter
  • Foto: LMZ/Neumayr/Hölzl
  • hochgeladen von Johanna Grießer

Die Sulzbachtäler wurden als Welt-Wildnisgebiet anerkannt. Die Natur bleibt dort weiterhin unberührt.

NEUKIRCHEN. Der Nationalpark Hohe Tauern schreibt Geschichte und spielt in der gleichen Liga wie die berühmten US-amerikanischen "Wilderness Areas" Yosemite und Beaver Creek: Die Sulzbachtäler – mit mehr als 6.700 Hektar, 17 Gletschern und 25 Dreitausendern – sind ein international anerkanntes und geschütztes Wildnisgebiet.

In diesem Film des Landesmedienzentrums spricht Natur-Landesrätin Maria Hutter über die feierliche Übergabe der Urkunde:

Kein menschliches Eingreifen

"Für die Schutzkategorie 'Wildnis' werden Gebiete ausgewählt, die nie einer Nutzung unterlegen sind", erklärt Wolfgang Urban, Direktor der Nationalparkverwaltung. "Solche Gebiete findet man häufig, zum Beispiel in Alaska oder in Skandinavien. Für Mitteleuropa ist das aber etwas Besonderes. Sie werden geschützt, damit dort auch in Zukunft die Natur Natur sein kann."

Seit 2017 besonders geschützt

Schon seit mehreren Jahren ist man in der europäischen Naturschutz-Politik damit beschäftigt, solche ungenutzten Flächen zu finden. "Unsere beiden Sulzbachtäler waren da immer ganz vorne mit dabei", so Wolfgang Urban. Mit Unterstützung des Landes und der Europäischen Union kaufte der Salzburger Nationalparkfonds 2016 Flächen im Ober- und Untersulzbachtal als öffentliches Eigentum.

Ein Jahr später folgte die Verordnung des Landes zum Sonderschutzgebiet. "Danach versuchten wir, nachzuweisen, dass dieses Gebiet auch den weltweiten Standards entspricht. Dieser Prozess ist nun abgeschlossen; die Sulzbachtäler wurden von der Weltnaturschutz-Union IUCN als Wildnisgebiet anerkannt."

Ein Entdeckungs-Erlebnis

"Dieses Gebiet war lange vergletschert, doch seit 1850 ziehen sich auch dort die Gletscher zurück. Die Besonderheit ist, dass die freigewordene Landschaft hier nicht genutzt oder besiedelt wurde. Dadurch konnte sich die Natur nach ihrer eigenen Dynamik entwickeln, ohne vom Menschen beeinflusst zu werden", erläutert Wolfgang Urban.

Für die Bevölkerung ändere sich durch diese Auszeichnung nichts. Jeder könne hingehen und es sich ansehen, es erleben. "Das Gebiet ist zwar schwer zugänglich, aber gerade am Rand gibt es ein paar Wege und Gipfel, die einen Einblick in diese unberührte Natur bieten." Ansonsten gäbe es kaum markierte Wege, man könne die Gegend aber etwa mit einem Nationalpark-Ranger erkunden. "Jeder, der sich die Zeit nimmt, diesen Schatz zu entdecken, wird mit einem besonderen Erlebnis belohnt", ist sich Wolfgang Urban sicher.

Daten und Fakten zu den Sulzbachtälern

Die Sulzbachtäler bestehen aus 6.728 Hektar Wildnisgebiet mit 25 Dreitausender-Gipfeln und 17 Gletschern. Sie erstrecken sich 11 Kilometer von Osten nach Westen und 13 Kilometer von Norden nach Süden. 2016 wurde durch den Salzburger Nationalparkfonds Grund angekauft, 2017 trat die Verordnung zum "Sonderschutzgebiet Wildnisgebiet Sulzbachtäler" in Kraft.

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