Ortsreportage Neukirchen
Ehemaliger Gasthof zur Post war der Mittelpunkt

Gasthof zur Post
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Neukirchen war die erste Gemeinde im Oberpinzgau, die für den Fremdenverkehr eingetreten ist.

NEUKIRCHEN. Der Großvenediger und die Krimmler Wassfälle waren die ersten Beweggründe, die einen Fremdenzuzug einleiteten. Einer der Pioniere war Albert Schett. Es wurde nach 1870 ein regelmäßiger Stellwagen- und Postverkehr eingeführt. Es wurden Wege gebaut, um die Naturschönheiten zugänglich zu machen. Es kamen Unterkunftshäuser, Berghütten und Gasthäuser dazu.

Man schickte junge Frauen nach Salzburg, dass sie die Geheimnisse einer behobeneren Küche erlernten. Die einheimischen Biere waren wenig begehrt, man versuchte Halleiner und Salzburger Bier in die Gemeinde zu bringen. Ein besserer Gastwirt musste damals einen Eiskeller bauen, in dem größere Mengen Wintereis durch Isolationswände die Waren bis zum Herbst konserviert werden konnten.

Die alten Rußküchen mit den offenen Herden wurden umgebaut und durch Sparherde ersetzt. Denn auf dem offenen Herd wurden die Speisen immer durch Ruß und Funkenspritzer verunreinigt. So musste vieles geschehen um die Ansprüche der städtischen Gäste zu verwirklichen. 

Fortschrittliche Ideen

Für die ältere Generation ist der damalige Postwirt auch heute noch ein Begriff. So erzählte man sich von der Postkutsche, die hier anhielt oder vom Landpfleger Ignaz von Kürsinger, der 1841 in diesem Gasthof abstieg, bevor es in die wilden Berge ging. Blättert man in alten Protokollbüchern, dann liest man, vor der "Post" als Mittelpunkt des Dorflebens.

Die gemütliche Gaststube war Treffpunkt für alle Bevölkerungsschichten. Persönliche Nöte und Unstimmigkeiten der in den Vereinen wurden diskutiert. Im Fasching traf sich Jung und Alt in einem Nebenzimmer, "der Hölle", wo es auch einige Tänzchen gewagt wurden.  

Quelle Franz Brunner/Archiv Neukirchen

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Autor:

Klaus Vorreiter aus Pinzgau

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