Einkommensschere: Wir liegen auf dem vorletzten Platz!

Die Vortragende Sabine Nikolay und Sabine Aschauer-Smolik, die Obfrau des Frauennetzwerkes.
  • Die Vortragende Sabine Nikolay und Sabine Aschauer-Smolik, die Obfrau des Frauennetzwerkes.
  • hochgeladen von Christa Nothdurfter

Das Pinzgauer Frauennetzwerk organisierte anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März eine Veranstaltung auf der Burg Kaprun. Themen waren die statistischen Daten rund um die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen, wobei Österreich im Europavergleich den unrühmlichen vorletzten Platz einnimmt. Präsentiert wurden auch Frauenporträts, um positive Frauenbilder hervorzuheben. Einer der Höhepunkte war ein Vortrag zum Thema „Mythos Powerfrau“ von der Historikerin und Journalistin Sabine Nikolay. Dass Ganze regte zu lebhaften Diskussionen an.

(Foto: Privat)

Nachfolgend noch die dazugehörige Original-Aussendung des Pinzgau Frauennetzwerkes (Text von Barbara Huber-Jeblinger):

Mythos Powerfrau – Karrierechance oder Einkommensfalle?

Pinzgauer Frauennetzwerk. Zum Internationalen Frauentag referierte die Journalistin und Autorin Mag. Sabine Nikolay und die Besucherinnen diskutierten lebhaft mit.

Die diesjährige Veranstaltung des Pinzgauer Frauennetzwerkes befasste sich zu Beginn mit objektiven statistischen Daten rund um die Einkommensschere. Die zum 8. März veröffentlichten Frauenzahlen des Landes sind Fakten die für sich sprechen, zu sachlichen Diskussionen anregen und der Auseinandersetzung für frauenpolitische Anliegen dienen.

Barbara Huber-Jeblinger präsentierte Daten rund um die Einkommensschere und bemerkte, dass Öserreich im Europavergleich den wenig ruhmreichen vorletzten Platz, mit 25,5% weniger Gehalt für Frauen, vor Estland einnimmt. Italien mit 5,5% gender-gap ist europaweiter Spitzenreiter. Salzburg befindet sich innerhalb von Österreich mit 33% im großen Mittelfeld. Die Fraueneinkommen im Pinzgau sind mit durchschnittlich € 1353 jedoch die niedrigsten im gesamten Bundesland und die Einkommensschere von 31,6% ist, trotz niedrigerer Männereinkommen in Dienstleistungsberufen, noch viel zu weit offen. Die Referentin ruft auf, weiterhin den Kampfgeist der Frauen für positive Veränderungen zu nutzen.
Auch in diesem Jahr wurden wieder Frauenportraits erstellt um positive Frauenvorbilder hervorzuheben.

Sabine Nikolays lebendiger Vortrag regte zum Nachdenken, Schmunzeln und Staunen an.

MYTHOS POWERFRAU! Mythos ein Mitteilungssystem – eine Botschaft. In unserer Informationsgesellschaft kann alles schnell zum Mythos werden, aber viele Mythen halten sich sehr lange. Frauen sind gebildet, berufstätig und fleißig. Sie können alles, was Männer können und tun weiterhin alles, was sie traditionell immer getan haben.

Bei uns wird nur eine Bedeutung des Wortes „power“ mit Powerfrauen assoziiert, nämlich die Bedeutung von „Kraft“ und nicht die „Macht“. Wir werden mit dem Klischee aber auf kraftvolle Frauen reduziert. Die Macht fällt unter den Tisch.
Die Powerfrau kann alles, was Männer können. Die Powerfrau tut alles, was Männer tun und sie macht zusätzlich weiterhin alles, was Frauen traditionell immer taten. Von einem anstrengenden 100%igen Leben …. gerieten wir in ein überanstrengendes 200%iges Leben.

Sabine Nikolay sieht ein Licht am Horizont wenn sich Rahmenbedingungen ändern:
• Teilzeitarbeit ist eine gute Möglichkeit um im Arbeitsprozess zu bleiben und Kinder zu erziehen.
• Eine schlechte Möglichkeit ist jedoch, wenn nur Frauen in Teilzeit gehen.
• Daher brauchen wir die völlige Gleichstellung der Gehälter von Männern und Frauen.
• Verpflichtende Karenz beider Elternteile zu je 50% der gesamten in Anspruch genommenen Karenzzeit.
• Weitestgehende Flexibilisierung von Arbeitsprozessen und Arbeitszeiten.

Nach dem Vortrag wurde lebhaft diskutiert, unterschiedlichste Lebensmodelle besprochen. In einem waren sich jedoch alle Besucherinnen einig, als Frauen müssen wir unsere unterschiedlichsten Lebensmodelle respektieren und wertschätzen damit wir gemeinsam zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitssituation der Pinzgauerinnen beitragen können.
Beim Büffet klang der Abend mit Vernetzung, angeregten Unterhaltungen und lustigen Episoden aus.

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Autor:

Christa Nothdurfter aus Pinzgau

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