Erinnerung an die gefallenen Soldaten

Musterung des Jahrgangs 1898 (Leogang)
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  • Musterung des Jahrgangs 1898 (Leogang)
  • Foto: Susanne Breitfuß/Huder
  • hochgeladen von Gudrun Dürnberger

LEOGANG. Von 1914 bis 1918 leisteten 360 Männer aus Leogang Kriegsdienst. Alle Reservisten und Landstürmer bis zum Alter von 42 Jahren mussten einrücken. Die Begeisterung war anfangs groß, man glaubte an ein rasches und erfolgreiches Ende des Krieges, wie den Aufzeichnungen des Veteranenvereins zu entnehmen ist.

Spätestens 1918 folgte die Ernüchterung: Der kleine Ort musste 70 gefallene Soldaten beklagen. (Zum Vergleich: Im 2. Weltkrieg rückten 465 Männer ein, gefallen und vermisst sind 122.) Die jüngsten Gefallenen waren erst 19 Jahre alt, Josef Dum war mit 45 Jahren der Älteste. Viele Leoganger kamen in Gefangenschaft, aus der einige erst sehr spät heimkehrten. Josef Zehentner, Pichlbauer kam erst 1922 aus Sibirien zurück. Zwei verletzten Heimkehrern musste im Lazarett in Salzburg ein Bein amputiert werden, weil während des Transports Wundbrand aufgetreten ist.

Am 1. Oktober 1922 wurde das erste Kriegerdenkmal eingeweiht. Der Tuffstein zeigte eine Madonna mit einem Alpenjäger der Ehrenwache hielt. Das Werk wurde 1935 durch ein neues Denkmal, ein großzügiges Areal zwischen Kirche und Schulplatz, ersetzt. Die Namen der Gefallenen sind entlang der Mauer in der Holzeinfassung eingraviert. Jeder hat eine eigene Halterung für eine Kerze. Die mächtigen Säulen wurden Bundeskanzler Dollfuß und Kaiser Karl gewidmet. Deren Inschriften wurden nach Machtergreifung der Nationalsozialisten entfernt. 1951 wurde das Denkmal um die Namen der im 2. WK Gefallenen erweitert. Es erinnert und mahnt noch heute an diese unselige Zeit.

Lesen Sie dazu auch:
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Autor:

Gudrun Dürnberger aus Pinzgau

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