Kinder haben logopädischen Förderbedarf

Ausgebildete LogopädInnen befragen und fördern die Kinder in spielerischer Weise.
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PINZGAU. Im Rahmen eines LEADER-Projekts wird drei Jahre lang ein Logopädie-Screening für Kindergartenkinder im Unterpinzgau und Zentralraum durchgeführt. Die ersten Ergebnisse zeigten, dass der logopädagogische Förderbedarf bei Kindern quer durch alle Familien hoch und akuter Handlungsbedarf gegeben ist.

Viele Kindergartenkinder haben mit „Sprachauffälligkeiten“ zu kämpfen. Da sich die Sprache eines Kindes in diesem Alter noch im Entwicklungsstadium befindet, kann man hier effektiv gegensteuern, wenn man gerade in diesem Zeitraum fundierte Information und kompetente Begleitung erhält. Falsch ist aber, wenn man annimmt, dass sich diese Probleme von selber „auswachsen“ - das passiert nämlich nicht!

Im Rahmen dieses Projektes wird nun gezielte Hilfestellung angeboten. Dadurch wird die Sprachentwicklung von Anfang an bestmöglich unterstützt und man kann rechtzeitig späteren Problemen vorbeugen. Das Logopädische Screening wird direkt in den Kindergärten organisiert und von den jeweiligen Gemeinden und BürgermeisterInnen finanziell getragen.
 

Eltern müssen mitarbeiten

Das Screening wurde zwischen Jänner und März durchgeführt und soll in den folgenden Jahren mit den jeweils neu dazu kommenden Kindern fortgesetzt werden. Die Ergebnisse werden dabei ausschließlich den Eltern (nicht an Gemeinde, Land oder andere Einrichtungen) übergeben. Pro Kind nehmen sich die heimischen Logopädinnen Sandra Hartl und Melanie Spangl jeweils rund 25 Minuten Zeit und führen das Screening in spielerischer Weise in Form einer Unterhaltung mit lustigen Übungen durch. Bislang wurden nach Absprache mit den KindergartenpädagogInnen rund 200 Kinder mit möglichen Förderbedarf getestet und bei rund 90% von ihnen besteht dieser tatsächlich!

Nach der Testung erhielten die Eltern ein Ergebnisblatt sowie ein Liste sämtlicher Logopäd/innen des Bezirks mit Angabe der Kosten, Zugangsmöglichkeit, etc. Es sollte nach Möglichkeit sicher gestellt werden, dass allen Familien ein Zugang zu den teils auch kostenlosen Therapiemöglichkeiten offen steht. Parallel dazu gab es in den einzelnen Gemeinden auch begleitende Informationsvorträge für die Eltern, die aber sehr schlecht besucht waren, teils nicht einmal von jenen Eltern, bei deren Kindern Förderbedarf festgestellt wurde.

„Wir versuchen, den Weg zu ebnen und da Sprache so wichtig ist für die spätere Entwicklung und Schulerfolg haben wir uns auch bereit erklärt, bei diesem Projekt selbst als Träger zu fungieren“, erklärt Leader-Geschäftsführerin Georgia Winkler-Pletzer. „Es liegt aber in der Verantwortung der Eltern, die Therapie tatsächlich durchzuführen! Vieles kann man auch selber mit den Kindern machen, aber man braucht vorab die Beratung einer LogopädIn. Wir können nur hoffen, dass hier im Sinn der Kinder aktiv gehandelt wird!“

Text: Leader Verein

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