Observatorium Sonnblick
Mikroplastik am praktisch schneefreien Gletscher

Die Observatorium-Techniker leisten am Sonnblick unterschiedlichste Arbeiten, von der Betreuung der wissenschaftlichen Messgeräte bis zum Enteisen der Materialseilbahn.
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  • Die Observatorium-Techniker leisten am Sonnblick unterschiedlichste Arbeiten, von der Betreuung der wissenschaftlichen Messgeräte bis zum Enteisen der Materialseilbahn.
  • Foto: ZAMG/Krombholz
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Die Messwerte vom Hohen Sonnblick sind international renommiert und wichtig. Neueste Erkenntnisse vom Observatorium bestätigen, dass weltweite Trends auch bei uns nachhaltige Auswirkungen haben.

RAURIS. Das Observatorium am Hohen Sonnblick ist in Österreich das einzige Bauwerk ihrer Art. Ihr abgeschiedener Standort und die schwere Zugänglichkeit für Touristen machen ihre Messungen zu einem Richtwert aller Observatorien in Mitteleuropa. "Durch unsere fast einzigartige Lage können wir Ist-Daten erfassen. Die Werte anderer Observatorien, wo entweder Verkehr oder Tourismus vor Ort ist, sind oftmals verfälscht", erklärt Elke Ludewig, Leiterin des Sonnblick-Observatoriums. 

Seit 2016 leitet Elke Ludewig das Sonnblick-Observatorium.
  • Seit 2016 leitet Elke Ludewig das Sonnblick-Observatorium.
  • Foto: Elke Ludewig
  • hochgeladen von Peter Weiss

Mikroplastik auf den Gipfeln

2017 kam eine neue Messung zum Tätigkeitsfeld des Sonnblick-Observatoriums. "Seit 2017 messen wir den Mikroplastikgehalt im Schnee und 2019 arbeiteten wir auch mit der Universität Utrecht zusammen und erforschten den Mikroplastikgehalt aus dem Niederschlag", so Ludewig. Dabei stieß man auf enorme Mengen an Mikroplastik und zog eine Schlussfolgerung. "Wir fanden 9,6 Mikrogramm Plastik pro Liter Niederschlag – und das am Hohen Sonnblick. So fanden wir heraus, dass ein Windstoß oder ein Luftschwall, der durch die Städte zieht, Mikroplastik mitziehen und überall verteilen kann", erklärt Ludewig abschließend.

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Auswirkungen von Mikroplastik

Mikroplastik sei deswegen so gefährlich, weil es oft Hunderte Jahre braucht, um vollständig zu zerfallen und so könne es sich über den gesamten Planeten verteilen. Weil es praktisch unsichtbar ist, finde es auch entweder auf direktem oder indirektem Weg den Weg in unseren Körper, wo uns die im Mikroplastik enthaltenen schädlichen und teilweise auch Krebs-erregenden Stoffe nachhaltig beeinflussen könnten.

Im Sommer sei der Gletscher am Hohen Sonnblick praktisch schneefrei.
  • Im Sommer sei der Gletscher am Hohen Sonnblick praktisch schneefrei.
  • Foto: Georg Wastl
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Schneefreier Gletscher

"Wir müssen in der jüngsten Vergangenheit einen starken Gletscherrückgang beobachten. Im Sommer ist der Gletscher am Hohen Sonnblick schneefrei und Jahr für Jahr schwindet ungefähr ein Meter an Gletscherdicke. Wenn es so weiter geht, wird es in 30 Jahren hier keinen Gletscher mehr geben", prognostiziert die Meteorologin.

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