Saharastaub
Mineralien aus dem Süden sorgen für fruchtbare Felder

Der Saharastaub wird uns wohl noch bis zum Wochenende – wenn auch in abgemilderter Form – begleiten.
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  • Der Saharastaub wird uns wohl noch bis zum Wochenende – wenn auch in abgemilderter Form – begleiten.
  • Foto: Land Salzburg / Franz Neumayr
  • hochgeladen von Peter Weiss

Viele von uns bemerkten in der letzten Zeit, dass der Himmel leicht bedeckt war: der Saharastaub war verantwortlich. Jedoch bringt er auch einige positive Dinge mit sich, die sich auf unser Ökosystem auswirken.

SALZBURG. In den letzten Tagen trübte der Saharastaub den Himmel in weiten Teilen Europas. Auch bei uns legte sich die Staubwolke aus der Wüste vor die Sonne. Laut Elke Ludewig vom Observatorium Sonnblick bringt dieser Staub aber fast ausschließlich positive Dinge mit sich. 

"Es gibt keine Studie, in der negative Auswirkungen des Saharastaubes bewiesen werden. Ganz im Gegenteil: unsere Messungen ergeben, dass dieser Staub heuer viel Eisen mit sich bringt. Wenn sich der Staub auf den Feldern verteilt, wirkt er sogar als Art natürlicher Dünger", sagt die Observatoriumsleiterin.

Fruchtbare Mineralien

Auch ihr Kollege Gerhard Schauer, der ebenfalls am Sonnblick-Observatorium tätig ist, teilt die Meinung von Elke Ludewig. "Der Saharastaub bringt Mineralien wie Kalzium, Magnesium und Eisen mit sich. Wenn sich der Staub im Hochgebirge legt, sorgt er somit zusätzlich für fruchtbaren Boden. Saharastaub hat also eine durchaus positive Auswirkung auf unser Ökosystem", erklärt Schauer. 

Feinstaubbelastung

"Jedoch führt der Staub auch zu Grenzwertüberschreitungen bei der Feinstaubkonzentration in unserer Luft. Der Grenzwert liegt bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter pro Tag. Im Februar zeigten unsere Geräte auch Werte über 200 Mikrogramm an. Bedrohlich ist das aber noch nicht. Diese Werte haben sich auch schon wieder beruhigt und sind wieder nahe des Grenzwertes – bei 52 Mikrogramm – angekommen", so Gerhard Schauer weiter.

Asthmatiker merken Staubbelastung

Saharastaub sorgt also für eine zusätzliche Staubbelastung in der Luft und könne so gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Allergiker oder Asthmatiker nehmen diese eher wahr, da sie gesundheitlich vorbelastet sind und während der Wüstenstaub-Phase weitere Auslöser in der Luft messbar sind. Viren und Bakterien – wie zum Beispiel Corona – würden durch den Saharastaub aber nicht weiterverbreitet.

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