Neue Rotkreuz-Leitstelle Süd in Zell am See

Rund 260.000 Einsätze werden jährlich vom Roten Kreuz Salzburg abgewickelt. Davon fallen circa 66 Prozent auf die Leitstelle Nord in der Stadt Salzburg. Den Rest teilen sich die Leitstellen in Gastein, Radstadt, St. Johann, Tamsweg und Zell am See. Um den internationalen Anforderungen zu entsprechen, benötigen moderne Rettungsleitstellen einen hohen technischen Ausstattungsgrad und zuverlässige Backupsysteme. Dafür sind hohe Investitionen und ein hoher laufender Betriebsaufwand erforderlich. Deshalb hat sich das Rote Kreuz Salzburg für die Zusammenlegung der Leitstellen entschieden.

Die Leitstelle Nord wird zukünftig für die Zuweisung der Einsätze im Tennengau, Flachgau und der Stadt Salzburg zuständig sein. Hier werden auch weiterhin Hubschraubereinsätze koordiniert, das Rufhilfe-System ausgeführt und Berg-, Wasser- und Höhlenrettung alarmiert.

Die Leitstelle Süd organisiert die Einsätze im Süden des Landes - Lungau, Pongau und Pinzgau. Beide Leitstellen werden so ausgeführt, dass sie auch die gesamte Disponierungskapazität für das ganze Bundesland übernehmen können.

Die Standortentscheidung
Der Vorschlag für den Standort Zell am See wurde von einer unabhängigen, 10-köpfigen Expertenkommission, anhand eines Grundlagenpapiers, gemacht. Teilnehmer der Kommission waren Experten des Bundesministeriums für Inneres, des Landeskatastrophenreferats, der Telekom Austria, der Salzburg AG, der Landesbaudirektion, der TETRON Sicherheitsnetz- Errichtungs- und BetriebsGmbH und der Eurofunk Kappacher GmbH. Außerdem wurden Sachverständigenmeinungen der Wildbach- und Lawinenverbauung, sowie der Bundeswasserbauverwaltung eingeholt.

„Einer der maßgeblichen Punkte für die Standortentscheidung war die Sicherheit des Standortes, sowie die Erreichbarkeit bei Katastrophen. Die Expertenrunde bewertete die Tatsache, dass sich die Dienststelle Zell am See direkt auf dem Krankenausareal befindet, als sehr vorteilhaft“, sagt Landesrettungskommandant Ing. Anton Holzer. „Dadurch ist die Dienststelle Zell am See an das Versorgungsnetz des Krankenhauses angeschlossen und kann auch bei katastrophenbedingtem, längerem Ausfall von Versorgungsnetzen, den Betrieb der Leitstelle aufrechterhalten“.

Die kalkulierten Kosten sind für den ausgewählten Standort in Zell am See, aufgrund vorhandener Raumreserven, deutlich geringer als bei den alternativen Standorten. Der Gesamtflächenbedarf für die neue Leitstelle Süd beträgt rund 300 m². Darin enthalten sind Flächen für die Notrufannahme und Dispositionsplätze, ein Notfall-Callcenter, Aufenthaltsräume für die Mitarbeiter, ein Serverraum, sowie Räume für die stationäre Notstromversorgung.

Alle Arbeitsplätze bleiben erhalten
„Durch die neue Leitstelle Süd werden circa 5 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die bisherigen hauptamtlichen Mitarbeiter in den Leitstellen bleiben auch zukünftig beim Roten Kreuz angestellt. Sie werden entweder in der neuen Leitstelle Süd, oder als Angestellte im Rettungsdienst tätig sein“, so Holzer.

Die Dienststellen des Roten Kreuzes bleiben der Bevölkerung weiterhin erhalten. Einzig die Notrufe und die Zuteilung der Fahrzeuge werden zukünftig von einer der beiden Rettungsleitstellen vorgenommen. Die Umstellung auf die Leitstellen Nord und Süd wird ab kommendem Jahr erfolgen und mit Mitte 2015 abgeschlossen sein.

Mit der Umstellung auf zwei zentrale Leitstellen wird den gestiegenen Qualitätsanforderungen und dem hohen Technisierungsgrad moderner Rettungsleitstellen Rechnung getragen. Das Rote Kreuz Salzburg setzt mit dieser Entscheidung einen weiteren wichtigen Schritt in die Zukunft.

Text: Österreichisches Rotes Kreuz, Landesstelle Salzburg

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Autor:

Christa Nothdurfter aus Pinzgau

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