Katastrophenfonds
Pinzgau hat die meisten Fälle und die höchste Schadenssumme in Salzburg

„Auch, wenn es uns letztes Jahr schlimm erwischt hat, haben uns die errichteten Schutzbauten dennoch vor Schlimmerem bewahrt“, betont Landesrat Josef Schwaiger – hier bei einem Lokalaugenschein in Bruck im November 2019.
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  • „Auch, wenn es uns letztes Jahr schlimm erwischt hat, haben uns die errichteten Schutzbauten dennoch vor Schlimmerem bewahrt“, betont Landesrat Josef Schwaiger – hier bei einem Lokalaugenschein in Bruck im November 2019.
  • Foto: LMZ/Martin Wautischer (Archivbild)
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Zwischenbericht: Verglichen mit 2019 ist die Lage auch im Pinzgau heuer bisher sehr ruhig.

PINZGAU. 554 Fälle aus 82 Gemeinden mit einer Schadensumme von über vier Millionen Euro lagen aus dem Jahr 2019 kürzlich auf dem Tisch des Katastrophenfonds des Landes. 226 der Fälle kommen aus dem Pinzgau. Dieser allein verzeichnet eine Schadenssumme von 1,48 Millionen Euro. Das ist mehr als in allen anderen Bezirken Salzburgs.

Die zirka vier Millionen Euro an Schäden teilten sich bei der Katastrophenfonds-Sitzung vom 26. Oktober 2020 so auf:

  • Tennengau: 34 Fälle, 210.000 Euro Schadenssumme
  • Flachgau: 34 Fälle, 220.000 Euro Schadenssumme
  • Pongau: 166 Fälle, 1,45 Millionen Euro Schadenssumme
  • Lungau: 94 Fälle, 650.000 Euro Schadenssumme
  • Pinzgau: 226 Fälle, 1,48 Millionen Euro Schadenssumme

Starkregen und Schneefälle

Im Juli 2019 waren in Uttendorf mehr als 70 Gebäude und Betriebe von der Schlammlawine aus dem Manlitzbach betroffen. Schnee- und Regenfälle im November verursachten zahlreiche Erdrutsche im Süden von Salzburg. Alleine in Thumersbach gab es 300 Liter Regen pro Quadratmeter in nur drei Tagen.

"In einem beispiellosen Katastrophenjahr wurde Salzburgs Süden 2019 besonders hart getroffen, und das gleich drei Mal. Den Betroffenen greifen wir mit Beihilfen von über 2,6 Millionen Euro unter die Arme."
– Landesrat Josef Schwaiger.

Am 18. November 2019 hat ein Starkregenereignis in Saalbach Murenabgänge und Hangrutschung verursacht.
  • Am 18. November 2019 hat ein Starkregenereignis in Saalbach Murenabgänge und Hangrutschung verursacht.
  • Foto: Land Salzburg/WLV/Gebhard Neumayr
  • hochgeladen von Johanna Grießer

Durchatmen im Jahr 2020

Im Gegensatz zu den zahlreichen Schäden im Vorjahr, ist die Katastrophen-Lage laut Auskunft des Landes Salzburg heuer "ausgesprochen ruhig". "Bis auf wenige örtliche Starkniederschläge haben uns Lawinen, Orkane, Muren und Co. heuer zum Glück verschont", erläutert Schwaiger, betont aber: "Das Jahr ist natürlich noch nicht zu Ende."

Zunahme örtlich begrenzter Starkniederschläge

Egon Leitner vom Katastrophenfonds ergänzt: "Langfristig erkennen wir eine merkliche Zunahme von örtlich begrenzten Starkniederschlägen, damit müssen wir auch in der Zukunft rechnen. Die Gletscherschmelze macht das Gelände insgesamt instabiler. Besonders betroffen sind hiervon die steilen Hänge in den Gebirgsgauen."

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Am 18. November 2019 hat ein Starkregenereignis in Saalbach Murenabgänge und Hangrutschung verursacht.

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