"Coole Typen - schräge Leute"
Rauriser hat den gut bezahlten Job gegen die Fetzerl-Herausforderung getauscht

Andreas Winkler aus Rauris mit "Fetzerln" - sie können auch ganz individuell gestaltet werden.
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  • Andreas Winkler aus Rauris mit "Fetzerln" - sie können auch ganz individuell gestaltet werden.
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RAURIS (cn). "Irgendwie habe ich damals eine gestörte Wahrnehmung entwickelt - ich habe nur noch schwitzende Sportler gesehen", lacht Andreas Winkler, als er von den Anfängen seiner "Fetzerl"-Laufbahn erzählt.

Klein, aber oho

Bezirksblätter-Leser, die bisherigen Käufer und die Kunden von aktuell 35 Sportgeschäften wissen natürlich schon, was ein "Fetzerl" ist: ein kleines Stück Stoff Made in Austria, das ganz schön "oho" daherkommt, aus einem ausgeklügelten und hochwertigem Material-Mix besteht und in Handarbeit hergestellt wird. Der Zweck: vor allem Sportlerschweiß - aber vielleicht auch Arbeiter- oder Pilgerschweiß - aufzunehmen und dafür zu sorgen, dass der Hosenbund und damit der Nierenbereich sowie die "Region unterhalb" trocken bleiben.

"Erfinder-Virus"

Der 47-jährige "Vater" dieser Innovation: "Die Idee dafür hatte ich vor ein paar Jahren beim Skitourengehen. Wie immer haben wir, oben angekommen, das verschwitzte Oberteil gewechselt, aber eine Hose zum Wechseln hat man natürlich nicht mit. Der feuchte Hosenbund ist aber erstens unangenehm und zweitens kann man sich verkühlen. Der Gedanke hat mich einfach nicht mehr losgelassen. Auch meine Lebensgefährtin Bettina, die früher als Raumausstatterin gearbeitet hat und sich mit Stoffen auskennt, habe ich damit genervt und schließlich mit meinem ,Erfinder-Virus' angesteckt."

"Schon ziemlich verrückt..."

So wurde anfänglich noch "nebenberuflich" getüftelt und ausprobiert und im Jahr 2017 fiel beim Paar der Entschluss, sich ganz dem "Fetzerl" zu widmen. Sehr erstaunlich, denn immerhin hatte Andreas Winkler einen führenden Manager-Job... "Das aufzugeben, war schon ziemlich verrückt, aber ich wollte wissen, was im Leben noch Neues kommt. Die Neugierde und das Kreative liegen insgesamt in meiner Natur - das habe ich von meinem Opa geerbt. Und ich möchte mir auch nie vorhalten müssen, es nicht zumindest ausprobiert zu haben."

2 Minuten - 2 Millionen

(Noch) können Andreas Winkler und seine Lebensgefährtin vom "Fetzerl" nicht leben, aber das Interesse daran steigt und steigt - auch dank des Auftrittes im ATV-Fernsehformat "2 Minuten - 2 Millionen" (Anm. d. Red.: wir haben berichtet). Und falls Andreas und Bettina "Pech haben" und die praktische Innovation von einer der großen Sportartikelfirmen entdeckt und abgekupfert wird, würde der Rauriser dies mit Fassung tragen: "Es wäre auch super, wenn das Tragen eines Fetzerls einmal so selbstverständlich würde wie zum Beispiel das Aufsetzen einer Haube oder eines Stirnbandes. Und ich wüsste, dass das ursprünglich meine Idee gewesen ist."
Ganz schön cool, und auch ein wenig schräg!

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Autor:

Christa Nothdurfter aus Pinzgau

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