Wirtschaft
Regionalität kämpft gegen internationale Übermacht

Trotz vielen Bemühungen ist der Verkauf auch bei der Fleischhauerei Rass in den letzten Wochen stark zurückgegangen.
  • Trotz vielen Bemühungen ist der Verkauf auch bei der Fleischhauerei Rass in den letzten Wochen stark zurückgegangen.
  • Foto: Stefan Rass
  • hochgeladen von Peter Weiss

Obwohl zahlreiche Unterstützungsaktionen für regionale Märkte angekündigt wurden und Projekte wie "Kauft regional" oder "Gemeinsam Pinzgau" ins Leben gerufen wurden, straucheln gerade einige Betriebe.

PINZGAU. Der Ausnahmezustand trifft die regionale Wirtschaft nach wie vor schwer. Daher wurden zahlreiche Aktionen gestartet, die regionale Klein- und Mittelbetriebe online vertreten und so für alle auch in dieser turbulenten Zeit erreichbar machen.

Seit Ende März

"Mit dem 25. März ist unsere Online Plattform 'Gemeinsam Pinzgau' online gegangen. Aktuell sind 142 Betriebe vertreten, die sich komplett kostenfrei bei unserer Website anmelden können. Insgesamt sehen wir in den letzten Tagen einen starken Zuwachs der Besucherzahlen auf unserer Plattform, was uns sehr zuversichtlich stimmt", sagt Bezirksobmann des Wirtschaftsbundes Pinzgau, Hans Otto Resl.

Rückmeldungen sind positiv

Nach anfänglichen Schwierigkeiten seien die Rückmeldungen, laut Resl, mittlerweile positiv ausgefallen und so denkt man schon an die Zukunft. Denn man will die Website nicht auf die Corona-Phase beschränken, sondern auch in der Zeit danach eine breitgefächerte Werbeplattform für die regionalen Pinzgauer Betriebe, vom Klein- bis hin zum Großbetrieb, bieten. 

Viel Eigeninitiative

Für die Unternehmer selbst war vor allem die Zeit unmittelbar nach den Maßnahmen der Regierung äußerst turbulent. Ohne die Aktionen der Region und mit der extremen Konkurrenz von internationalen Ketten und Online-Händlern musste man erst um seinen Platz kämpfen.
"Nach einer katastrophalen ersten Woche, in der nicht nur bei uns, sondern auch in anderen lokalen Märkten, nichts los war, war die zweite Woche ein bisschen besser. Dennoch ist der Aufwand, den wir über Facebook und andere Medien betreiben müssen, um die Leute zurück ins Geschäft zu bekommen, riesig", sagt Stefan Rass, von der Metzgerei Rass in Lofer.

Wenig Einschränkung

Obwohl es so gut wie keine Restriktionen für ihn und seinen Betrieb gäbe, erfuhr der Fleischhauer, dass sich seine Pinzgauer Rinder, Kälber und Lämmer, die oft nur wenige Kilometer von Lofer entfernt gezüchtet wurden, trotz dem Engagement von Projekten wie 'Gemeinsam Pinzgau' schwerer verkaufen als noch vor wenigen Wochen.

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