Tunnelsperre
Reinigungsarbeiten für mehr Sicherheit im Schmittentunnel

Florian Lerch und Christian Wallner reinigen die lebenswichtige Rettungsnische. Es wird nichts ausgelassen, den der Dreck kriecht in jede Ritze.
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  • Florian Lerch und Christian Wallner reinigen die lebenswichtige Rettungsnische. Es wird nichts ausgelassen, den der Dreck kriecht in jede Ritze.
  • Foto: Land Salzburg/Melanie Hutter
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Die "Saubermacher" im Schmittentunnel: In über 1.500 Arbeitsstunden reinigen die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Pinzgau rund 100.000 Quadratmeter Tunnelfläche. Eine Reportage des Landesmedienzentrums aus Zell am See:

ZELL AM SEE.  Der mehr als fünf Kilometer lange Schmittentunnel ist eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen Salzburgs. Sauberkeit – und damit die verbundene Sicherheit – steht daher an oberster Stelle. 

Im Video des Landesmedienzentrums bekommt man einen Einblick in die Arbeiten:

"Hier muss alles Hand in Hand gehen"

Mit einem Zischen werfen Christian Wallner und Florian Lerch den Hochdruckreiniger an, die Notfallnische mitten im Schmittentunnel ist verdreckt, sie wird bis in den letzten Winkel gereinigt. Dann kommt Josef Schmuck ins Spiel, der jede Schraube, das Schloss und die Technik genau unter die Lupe nimmt.

Vorarbeiter Josef Schmuck von der Straßenmeisterei Pinzgau im Schmittentunnel.
  • Vorarbeiter Josef Schmuck von der Straßenmeisterei Pinzgau im Schmittentunnel.
  • Foto: Land Salzburg/Melanie Hutter
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Gleichzeitig klettert Andreas Kendlbacher an der Tunneldecke gut gesichert in einen Ventilator und überprüft ihn, während Sepp Streitberger das Herzstück der Lüftung, den riesigen Schachtventilator mit fast fünf Metern Durchmesser inspiziert.

"Es muss hier alles Hand in Hand gehen, denn die nötige Sperre des Tunnels soll so kurz wie möglich sein. Daher erhalten wir auch Unterstützung unserer Kollegen aus dem Pongau", erklärt Stefan Oberaigner, Leiter der Straßenmeisterei im Pinzgau.

Stefan Oberaigner (vorne und mit einem Teil seines Teams) leitet die Straßenmeisterei im Pinzgau.
  • Stefan Oberaigner (vorne und mit einem Teil seines Teams) leitet die Straßenmeisterei im Pinzgau.
  • Foto: Land Salzburg/Melanie Hutter
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Profis arbeiten Tag und Nacht

Um zirka 100.000 Quadratmeter Fläche bis ins kleinste Detail sauber zu bekommen und alles zu warten, arbeiten die Profis der Straßenmeisterei Tag und Nacht. „Der Schichtbetrieb hat sich bewährt, wir sind dadurch effizienter geworden. Uns allen ist sehr bewusst, dass die Tunnelsperre lästig ist, aber wir geben hier drinnen alles, in der Dunkelheit, in der Zugluft und umgeben von Ruß und Dreck“, beschreibt Oberaigner.

Bei der Wartung der Kameras.
  • Bei der Wartung der Kameras.
  • Foto: Land Salzburg/Melanie Hutter
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Die Mission der mehr als 40 Männer: Die Sicherheit für alle Autofahrer bestmöglich zu gewährleisten. Unter anderem werden daher 600 Leuchten. 76 Ventilatoren, 25 Notrufnischen und sechs Notrufsäulen sowie 37 Kameras, 71 Brandmeldesysteme plus 24 Rauchmelder, 65 Lautsprecher genauestens unter die Lupe genommen. „Der Tunnel ist jetzt 25 Jahre alt. Die Wartung ist wichtig, um ihn in Schuss zu halten“, betont der Leiter der Straßenmeisterei.

Tunnelwart Johannes Meißnitzer in der Leitzentrale in Bruck. Hier hat er alles im Blick.
  • Tunnelwart Johannes Meißnitzer in der Leitzentrale in Bruck. Hier hat er alles im Blick.
  • Foto: Land Salzburg/Melanie Hutter
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„Schlaues“ Frischluftsystem

Der gesamte Tunnel ist sozusagen verkabelt, High-Tech sorgt unter anderem dafür, dass die Luft gut ist. „Herzstück ist der riesige Schachtventilator, dazu kommen 76 weitere Ventilatoren. Diese saugen die schlechte Luft ab, der Schacht geht 600 Meter in den Berg hinein und dann 500 Meter hinauf, wo die Abluft entweichen kann“, erklärt der Leiter der Tunnelwarte, Sepp Streitberger.

Sepp Streitberger (Mitte) leitet die Tunnelwarte. Mit Hannes Pirnbacher und Christian Bründlinger zeigte er uns das Herzstück der Belüftung.
  • Sepp Streitberger (Mitte) leitet die Tunnelwarte. Mit Hannes Pirnbacher und Christian Bründlinger zeigte er uns das Herzstück der Belüftung.
  • Foto: Land Salzburg/Melanie Hutter
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„Seinen“ Tunnel kennt er wie die eigene Hosentasche, denn er ist seit der Eröffnung vor 25 Jahren hier beschäftigt. „Die gesamte Lüftung denkt mit, wenn ich das so sagen darf. Je nachdem, wo sich zum Beispiel im Ernstfall Rauch bildet, öffnen sich die Abzüge, oder auch nicht. Der gesamte Tunnel ist mit Sensoren ausgestattet. Egal, was ist, es wird alles in die Leitzentrale in Bruck gemeldet.“

Hans Steiner und Andreas Reiter von der Straßenmeisterei Pinzgau bei der Tunnelreinigung.
  • Hans Steiner und Andreas Reiter von der Straßenmeisterei Pinzgau bei der Tunnelreinigung.
  • Foto: Land Salzburg/Melanie Hutter
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Die Details im großen Tunnel

Vorarbeiter Josef Schmuck jedenfalls hat Adleraugen, ihm entgeht kein Detail. Die Türen in den Notfallnischen sind immer noch dieselben wie vor 25 Jahren. Und sie müssen halten. Zischt hier ein Lastwagen mit 80 km/h vorbei und sie geht auf, nicht auszudenken“, beschreibt er, was er zu verhindern versucht – mit Zerlegen und Reinigen aller Einzelteile, denn „der Dreck kriecht überall rein.“

Christian Wallner beim Reinigen der Rettungsnische.
  • Christian Wallner beim Reinigen der Rettungsnische.
  • Foto: Land Salzburg/Melanie Hutter
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„Man sieht es ja, es ist keine angenehme Arbeit, sehr fordernd und dennoch muss man immer konzentriert sein“, betont Partieführer Jochen Obermoser und er fügt hinzu: „Uns allen ist bewusst, dass man unsere Arbeit nicht sieht, sie ist aber für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer unerlässlich. Vielleicht denken aber dennoch ein paar an uns, wenn sie das nächste Mal den Tunnel benutzen.“

Bis der Schmittentunnel wieder für den Verkehr freigegeben wird, dauert es noch bis 16. April 2021.
  • Bis der Schmittentunnel wieder für den Verkehr freigegeben wird, dauert es noch bis 16. April 2021.
  • Foto: Land Salzburg/Melanie Hutter
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Generalsanierung geht im Herbst weiter

Die Großreinigung jetzt ist Routine, eine kleinere folgt im Herbst im Zuge der nächsten Etappe bei der Generalsanierung. Nach 25 Jahren müssen Technik und vieles mehr wieder aufgefrischt und erneuert werden, ein Großprojekt. „Vorerst sind wir aber fast fertig. Wenn das erste Auto wieder durchfährt, ist von den unsichtbaren „Saubermachern“ im Schmittentunnel nichts mehr zu sehen, wie sind schon wieder beim nächsten Auftrag.

An der Tunneldecke hängen 76 Ventilatoren, auch sie werden einzeln von Andreas Kendlbacher und Stefan Fuchsberger inspiziert.
  • An der Tunneldecke hängen 76 Ventilatoren, auch sie werden einzeln von Andreas Kendlbacher und Stefan Fuchsberger inspiziert.
  • Foto: Land Salzburg/Melanie Hutter
  • hochgeladen von Johanna Grießer

Daten und Fakten zum Großputz

  • Länge: 5.111 Meter
  • Eröffnung 1996
  • 100.000 Fläche werden gereinigt, das sind umgerechnet zirka 14 Fußballfelder
  • Zirka 45 Mitarbeiter leisten rund 1.500 Arbeitsstunden
  • Gewartet werden auch 7 Notstromversorgungsanlagen, die den Tunnel bis zu eine Stunde lang versorgen können
  • 76 Ventilatoren plus ein Schachtventilator mit fast 5 Metern Durchmesser. Dieser schafft bis zu 600 Umdrehungen pro Minute
  • 20 Abstellnischen. 25 Notrufnischen, 6 Notrufsäulen
  • 65 Lautsprecher, 37 Kameras
  • 71 Brandmeldesysteme und 24 Rauchmelder sowie 24 Hydranten
  • 250 Kanaldeckel, 12 Kilometer Drainagen
  • 240 Entwässerungsdeckel
Uns interessiert: Wie oft fährst du durch den Schmittentunnel?

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