Schmetterlings-Sonderschau: „Fliegende Edelsteine“

Zum Auftakt der Eröffnung ließ man zahlreiche Falter frei: Bürgermeister Hannes Enzinger, Waltraud Moser vom Museum Bramberg, Kustodin Waltraud Voithofer, Schmetterlingskenner Otto Feldner und Erwin Burgschwaiger vom Museum Bramberg
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  • Zum Auftakt der Eröffnung ließ man zahlreiche Falter frei: Bürgermeister Hannes Enzinger, Waltraud Moser vom Museum Bramberg, Kustodin Waltraud Voithofer, Schmetterlingskenner Otto Feldner und Erwin Burgschwaiger vom Museum Bramberg
  • Foto: Peter Rieder
  • hochgeladen von Gudrun Dürnberger

BRAMBERG. Großer Andrang herrschte kürzlich bei der Eröffnung der Schmetterlings-Sonderschau im Museum in Bramberg. Unter dem Motto: „ Fliegende Edelsteine“ begrüßte Kustodin Waltraud Voithofer zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und eine interessierte Bevölkerung. Nach mehrmonatigen Vorbereitungen präsentiert man nun besondere Highlights in der Sonderschau.

Einblick in die Falterwelt

Neben den größten Faltern der Welt sind auch besonders seltene Arten und erstmals gezeigte Arten zu bestaunen. Die Vielfalt der heimischen Falterarten in seiner Formen- und Farbenpracht ist einer der Schwerpunkte. Die Museumsleiterin Voithofer hob hervor, dass es gelungen sei, so einen interessanten Einblick in die Schmetterlingswelt zu gestalten. Die eigens gefertigten Riesenmodelle, die, die Metamorphose (Entwicklung vom Ei bis zum Insekt) eines Schmetterlings vor Augen führen, sind gelungenen Werke. Auch Bgm. Enzinger ergänzte, dass die neue Ausstellung, ein weiterer Glanzpunkt in dem Schmuckstück vom einzigartigen Musuem Bramberg sei. An Hand eines Schmetterlingskarusells, ersieht man jeweils die Raupe und den dazu gehörenden Schmetterling. „Mit einem Dreh, die Falter kennen lernen“, lautet dabei das Motto. In vielen Museums-Glaskästen gibt es einen umfassenden Überblick der heimischen Schmetterlingsvielfalt.

Experte für die Falter

Der Saalfeldner Schmetterlingsexperte, Otto Feldner hat die Sonderschau konzipiert und zusammengestellt. Er befasst sich schon seit 50 Jahren mit der Erforschung und der Aufzucht der Schmetterlinge und ist auch seit 1980 Mitarbeiter vom „Haus der Natur“ in Salzburg. Biotopschutzaktivitäten und Schmetterlings-Einbürgerungen sind ihm ein besonderes Anliegen. Im Pinzgau sind schon einige Biotope auf seine Initiative entstanden und mit Schmetterlingen wieder besiedelt worden. Die Erstbeschreibung einer neuen Unterart des Apollofalters, der Subspezie onarani aus der Türkei wurde vom ihm in einem Wissenschaftsmagazin publiziert und mit einigen Exponaten erstmals öffentlich dokumentiert.

Exotische Gesellen

Eine weitere Aufmerksamkeit bekommen auch die vielen unzähligen Schmetterlinge aus den Tropen. Die faszinierende Farben- und Formenpracht von den Tag- und- Nachtfaltern aus Nord- und Südamerika, von den indonesischen Inseln bzw. Australien und Indien sowie auch aus Papua Neuguinea können bestaunt werden. Beindruckend sind auch die Schmetterlingsarten aus den Himalaya- bzw. Tibetregionen, wo sie sogar in über 6000 m noch anzutreffen sind. Von dort kennt man die seltensten Exponate - entdeckt auch von dem Oberösterreicher, Kurt Huber in Tibet - aber auch die größten der Welt (Flügelspannweiten von 20 cm - Vogelfalter - bis 30 cm – Nachtfalter aus Südamerika u. Südostasien), bzw. die winzigsten Arten (5 mm) werden zur Schau gestellt.
Unter anderen werden auch erstmals Parnassier-Raritäten, die höchstens nur in int. Museum (London, Paris, Budapest) zu sehen sind, ganz aus der Nähe bestaunt werden können. (Parn. davydovi/Kirgisien, Parn. charltonius/Tadschikistan, Parn. imperator/Afghanistan usw.) Sensationell ist die Präsentation der ersten Exemplare einer Hybridzucht von zwei verschiedenen Parnassierarten aus Russland und Kirgisien. Diese Exponate sind weltweit einzigartig, weil erstmals eine erfolgreiche Zucht des Parnassier-Spezialist, Otto Feldner gelang. Er befasst sich seit rund 40 Jahren um den Erhalt der Apollofalter in unseren heimischen Regionen.

Der heimische Künstler, Walter Gruber zeigt seine Werke mit eindrucksvollen Radierungen von Schmetterlingen. Feinste Details und zarte Farbtöne zeichnen seine Arbeiten aus.

Ein weiterer Schwerpunkt wird auch der überlebenswichtige Schutz der Schmetterlinge veranschaulicht werden mit bereits erfolgreichen Schmetterlings-Projekte hier im Pinzgau.

Text: Otto Feldner

Autor:

Gudrun Dürnberger aus Pinzgau

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